WordPress Menü einrichten: Navigation Schritt für Schritt
WordPress-Menüs steuern, welche Seiten Besucher auf einen Blick sehen. Diese Anleitung zeigt, wie Sie unter Design > Menüs ein Navigationsmenü erstellen, Seiten und Links hinzufügen, Untermenüs anlegen und das Menü der richtigen Theme-Position zuweisen.
Die Navigation einer Website ist das erste, was Besucher nach dem Laden der Seite benutzen. Ein unübersichtliches oder fehlendes Menü kostet Vertrauen - und Interessenten verlassen die Seite, bevor sie das Angebot überhaupt gelesen haben. WordPress bietet dafür ein flexibles Menüsystem, das sich ohne technische Kenntnisse einrichten lässt.
In dieser Anleitung zeige ich Ihnen, wie das Menüsystem in WordPress aufgebaut ist, wie Sie ein Navigationsmenü von Grund auf erstellen und welche Einstellungen wirklich relevant sind. Die beschriebenen Schritte gelten für klassische Themes und sind seit Jahren die bewährte Methode - egal ob Sie eine kleine Unternehmenswebseite oder einen Onlineshop betreiben.
Was WordPress-Menüs von Seiten trennt
Viele Einsteiger erwarten, dass eine neu erstellte WordPress-Seite automatisch in der Navigation erscheint. Das ist nicht so. Menüs und Seiten sind in WordPress zwei voneinander unabhängige Bereiche. Seiten existieren im System, sind aber erst sichtbar, wenn Sie sie ausdrücklich einem Menü hinzufügen.
Das hat einen guten Grund: Nicht jede Seite soll im Hauptmenü erscheinen. Datenschutzerklärung, Impressum, interne Landingpages - sie alle existieren als Seiten, gehören aber nicht zwingend in die Hauptnavigation. Das Menüsystem gibt Ihnen die Kontrolle darüber, was Besucher auf den ersten Blick sehen.
Die Menüverwaltung finden: Design > Menüs
Die zentrale Anlaufstelle für Navigationsmenüs ist im WordPress-Adminbereich unter Design > Menüs zu finden. Wenn dieser Punkt in Ihrem Adminmenü fehlt, verwendet Ihr Theme wahrscheinlich den neueren Block-Editor-Ansatz - dazu später mehr.
Der Bildschirm ist zweigeteilt: Links befinden sich die Elemente, die Sie ins Menü aufnehmen können (Seiten, Beiträge, Kategorien, individuelle Links). Rechts sehen Sie die Struktur des aktuell geöffneten Menüs. Oben können Sie zwischen mehreren Menüs wechseln, falls Sie bereits mehrere angelegt haben.
Block-Themes wie Twenty Twenty-Four zeigen keinen Menü-Punkt unter Design. Dort bearbeiten Sie die Navigation im Website-Editor unter Design > Editor. Das Prinzip - Seiten auswählen, Reihenfolge festlegen, Position zuweisen - bleibt aber identisch.
Schritt 1: Ein neues Menü erstellen
Klicken Sie auf der Menüseite auf den Link "Neues Menü erstellen". Es erscheint ein Eingabefeld für den Menünamen. Dieser Name ist nur für Sie intern sichtbar - er erscheint nicht auf der Website. Wählen Sie einen beschreibenden Namen wie "Hauptnavigation" oder "Header-Menü", damit Sie bei mehreren Menüs den Überblick behalten.
Nach dem Klick auf "Menü erstellen" haben Sie ein leeres Menü. Es ist noch nirgendwo auf der Website eingebunden und enthält noch keine Einträge.
Checkliste: Vor dem ersten Menü klären
- Welche Hauptbereiche soll die Navigation abbilden? (z.B. Leistungen, Über uns, Blog, Kontakt)
- Gibt es Seiten, die nur in der Fußzeile erscheinen sollen? (Impressum, Datenschutz)
- Soll es Untermenüs geben, z.B. einzelne Leistungen unter dem Oberpunkt "Leistungen"?
- Wie viele Menüpositionen bietet das aktive Theme an?
Schritt 2: Seiten und andere Elemente hinzufügen
Auf der linken Seite des Editors sehen Sie mehrere aufklappbare Bereiche. Der wichtigste für den Start ist Seiten. Öffnen Sie ihn und wählen Sie aus der Liste die Seiten aus, die ins Menü sollen. Ein Haken in der Checkbox genügt, dann klicken Sie auf "Zum Menü hinzufügen".
Die Seiten erscheinen als Blöcke in der rechten Menüstruktur. WordPress übernimmt automatisch den Seitentitel als Linktext. Diesen können Sie jederzeit anpassen, indem Sie auf den Pfeil neben dem Menüeintrag klicken - dort finden Sie auch ein Feld für den "Navigationsbezeichnung", also den Text, der im Menü sichtbar ist.
Neben Seiten können Sie auch Folgendes hinzufügen:
- Beiträge - einzelne Blogbeiträge, falls diese direkt verlinkt sein sollen
- Kategorien - nützlich für Blogs oder Shops mit klarer Kategoriestruktur
- Individuelle Links - beliebige URLs, auch externe (z.B. ein Link zu Ihrem Google-Profil oder zu einer Partnerseite)
Bei einem Kunden, der eine Dienstleistungsseite betrieb, haben wir das Hauptmenü auf vier Punkte beschränkt: Leistungen, Referenzen, Über uns, Kontakt. Das Impressum und die Datenschutzerklärung kamen in ein separates Footer-Menü. Das Ergebnis war übersichtlich, und die Absprungrate auf Mobilgeräten sank spürbar.
Was lässt sich ins Menü einfügen
| Element | Wofür geeignet | Häufiger Einsatz |
|---|---|---|
| Seiten | Statische Unternehmensseiten | Leistungen, Über uns, Kontakt |
| Beiträge | Einzelne Artikel direkt verlinken | Aktuelles, Featured Posts |
| Kategorien | Strukturierte Inhaltsbereiche | Blog, Produktkategorien |
| Individuelle Links | Externe URLs oder Ankerlinks | Social Media, Partnerseiten, #id |
Schritt 3: Reihenfolge per Drag & Drop festlegen
Die Reihenfolge der Menüpunkte lässt sich per Drag & Drop verändern. Klicken Sie auf einen Menüblock, halten Sie die Maustaste gedrückt und ziehen Sie ihn an die gewünschte Stelle. Ein grauer Rahmen zeigt an, wo der Eintrag eingefügt wird.
Wer lieber mit der Tastatur arbeitet: Jeder Menüblock hat im eingeklappten Zustand oben rechts einen Pfeil. Ein Klick darauf öffnet Optionen zum Verschieben nach oben und unten.
Denken Sie daran: Die Reihenfolge im Editor entspricht exakt der Reihenfolge, die Besucher auf der Website sehen. Was links oben im Editor steht, erscheint im Menü zuerst - bei horizontalen Menüs ganz links, bei vertikalen Menüs ganz oben.
Schreiben Sie vor dem Bearbeiten die gewünschte Menüstruktur kurz auf Papier oder in einem Textdokument auf. Das spart Zeit und vermeidet das ständige Hin- und Herschieben von Einträgen.
Schritt 4: Untermenüs (Dropdowns) anlegen
Ein Untermenü entsteht, indem Sie einen Menüpunkt im Editor leicht nach rechts unter den gewünschten Oberpunkt ziehen. Wenn der Eintrag eingerückt erscheint, ist er ein Untermenüpunkt. Das Theme rendert daraus automatisch ein Dropdown-Menü, sobald man mit der Maus über den Oberpunkt fährt.
Ein Beispiel: Der Menüpunkt "Leistungen" soll ein Dropdown mit "Webdesign", "SEO" und "WooCommerce" enthalten. Legen Sie zunächst alle vier Einträge als gleichwertige Menüpunkte an. Ziehen Sie dann "Webdesign", "SEO" und "WooCommerce" jeweils leicht nach rechts unter "Leistungen" - sie sind damit Unterpunkte.
Die meisten Themes unterstützen zwei Hierarchieebenen. Technisch sind mehr Ebenen möglich, aber aus Usability-Sicht empfehle ich selten mehr als zwei. Tief verschachtelte Menüs wirken auf Smartphones schnell unübersichtlich - und der Großteil der Besucher kommt über mobile Geräte auf Ihre Webseite.
Schritt 5: Menüposition zuweisen
Das ist der Schritt, den Einsteiger am häufigsten vergessen. Ein Menü kann erstellt und befüllt sein - erscheinen tut es erst, wenn es einer Menüposition zugewiesen ist.
Scrollen Sie im Menü-Editor nach unten zum Abschnitt Menüeinstellungen. Dort sehen Sie eine Liste der verfügbaren Positionen - zum Beispiel "Primäres Menü", "Footer-Navigation" oder "Social-Menü". Setzen Sie einen Haken bei der gewünschten Position.
Alternativ können Sie oben auf den Tab Positionen verwalten klicken. Dort werden alle vom Theme angebotenen Positionen aufgelistet, und Sie können für jede Position aus Ihren vorhandenen Menüs auswählen.
Vorteile
- Sie können dasselbe Menü mehreren Positionen zuweisen
- Für jede Position ein eigenes Menü möglich (z.B. Hauptmenü + Footer-Menü)
- Theme-Positionen lassen sich ohne Code wechseln
Nachteile
- Welche Positionen existieren, hängt vom Theme ab - ohne Theme-Unterstützung keine Position
- Block-Themes haben kein Design > Menüs, sondern arbeiten im Site-Editor
- Positionen unterschiedlicher Themes sind nicht kompatibel (nach Theme-Wechsel neu zuweisen)
Was Theme-Positionen bedeuten und warum das Theme entscheidet
Die verfügbaren Menüpositionen werden vom aktiven Theme festgelegt - nicht von WordPress selbst. Ein Theme muss diese Positionen im Code registrieren, sonst können Sie Menüs zwar erstellen, aber nirgendwo einbinden.
Stellen Sie sich das Menüsystem wie ein Gebäude vor: WordPress stellt die Möbel bereit (die Menüs), das Theme legt die Räume fest, in denen Möbel stehen können (die Positionen). Ohne definierte Räume können die Möbel nicht aufgestellt werden.
Gute Themes bieten mindestens zwei Positionen: eine für die Hauptnavigation im Header und eine für die Fußzeile. Premium-Themes wie Blocksy oder professionell entwickelte Custom-Themes können mehr Positionen mitbringen - etwa für eine mobile Navigation oder eine Sticky-Navigation.
Wenn Sie vorhaben, Ihr Theme zu wechseln, müssen Sie nach dem Wechsel die Menüpositionen neu zuweisen - das ist normal und erfordert nur wenige Klicks. Die Menüs selbst bleiben dabei erhalten.
Mehr dazu, wie WordPress und Themes zusammenarbeiten, finden Sie in meinem Artikel Was ist WordPress - CMS einfach erklärt.
Häufige Fehler und wie Sie sie vermeiden
Nach zahlreichen Projekten mit kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland sehe ich immer wieder dieselben Stolperstellen:
Menü erstellt, aber nicht gespeichert. Jede Änderung an der Menüstruktur muss mit dem Button "Menü speichern" bestätigt werden. Ein versehentlicher Klick auf "Zurück" im Browser macht alle Änderungen rückgängig.
Menü keiner Position zugewiesen. Das Menü existiert im System, ist aber auf der Website nicht sichtbar. Lösung: Unter Menüeinstellungen die passende Position ankreuzen und erneut speichern.
Zu viele Menüpunkte auf der obersten Ebene. Fünf bis sechs Hauptpunkte sind das Maximum, was ein Besucher auf einen Blick erfassen kann. Alles darüber hinaus gehört entweder in ein Untermenü oder ins Footer-Menü.
Seitentitel und Menübezeichnung verwechselt. Der Seitentitel kann lang sein ("Unsere Leistungen im Überblick"), der Menüpunkt sollte kurz sein ("Leistungen"). Sie können den Navigationstext unabhängig vom Seitentitel ändern - öffnen Sie dazu den Menüblock und bearbeiten Sie das Feld "Navigationsbezeichnung".
Wenn Sie das Theme wechseln, prüfen Sie danach immer, ob Ihre Menüs noch den richtigen Positionen zugewiesen sind. Positionen heißen im neuen Theme möglicherweise anders, und die Zuweisung geht verloren.
Block-Themes und der Navigationsblock
Neuere WordPress-Themes, sogenannte Block-Themes, nutzen den Navigationsblock im Website-Editor statt des klassischen Menü-Systems. Das klassische Design > Menüs fehlt dort vollständig.
Im Website-Editor (Design > Editor) können Sie Navigationsblöcke direkt im visuellen Template bearbeiten. Sie fügen Seiten und Links über ein Suchfeld hinzu und ordnen sie per Drag & Drop an. Das Ergebnis ist dasselbe: eine strukturierte Navigation, die Besucher durch Ihre Seite führt.
Ob Sie mit klassischen Menüs oder dem Navigationsblock arbeiten, hängt vom gewählten Theme ab. Das Prinzip - Seiten auswählen, Reihenfolge definieren, Position festlegen - bleibt in beiden Fällen gleich. Mehr zum Unterschied zwischen selbst gehostetem WordPress und der Hosted-Variante erkläre ich im Artikel WordPress.com vs. WordPress.org - Unterschied einfach erklärt.
Falls Sie nicht sicher sind, welches Theme-Konzept für Ihren Auftritt das richtige ist, oder wenn Sie bei der Umsetzung Unterstützung benötigen, stehe ich Ihnen gern zur Verfügung - schauen Sie sich dazu meine Leistungen im Bereich Webseiten an oder nehmen Sie direkt Kontakt auf.
Bei klassischen Themes finden Sie die Menüverwaltung unter Design > Menüs im WordPress-Adminbereich. Bei Block-Themes (z.B. Twenty Twenty-Four) gibt es diesen Menüpunkt oft nicht - dort bearbeiten Sie die Navigation direkt im Website-Editor unter Design > Editor. Das Grundprinzip bleibt dasselbe: Sie legen fest, welche Seiten in welcher Reihenfolge erscheinen sollen. Das häufigste Problem: Das Menü wurde erstellt, aber keiner Theme-Position zugewiesen. Scrollen Sie im Menü-Editor nach unten zum Abschnitt 'Menüeinstellungen' und setzen Sie einen Haken bei der gewünschten Position, zum Beispiel 'Primäres Menü'. Alternativ gehen Sie auf den Tab 'Positionen verwalten' und wählen dort Ihr Menü aus. Danach auf 'Menü speichern' klicken. Öffnen Sie Design > Menüs und ziehen Sie den gewünschten Menüpunkt mit der Maus leicht nach rechts - direkt unterhalb des Eintrags, der als Oberpunkt dienen soll. Wenn der Punkt eingerückt erscheint, ist er ein Untermenüpunkt. Das Theme zeigt diesen Eintrag dann als Dropdown-Element an. Mehrere Ebenen sind technisch möglich, aber zwei Ebenen reichen für die meisten Seiten. Ja. Klappen Sie im Menü-Editor auf der linken Seite den Bereich 'Individuelle Links' auf. Tragen Sie die vollständige URL ein (z.B. https://example.com) und geben Sie einen Linktext an. Mit 'Zum Menü hinzufügen' erscheint der externe Link als normaler Menüpunkt. Sie können auch festlegen, ob der Link in einem neuen Tab geöffnet wird - das ist bei externen Verweisen oft sinnvoll. Menüpositionen sind definierte Stellen im Theme, an denen ein Navigationsmenü eingeblendet werden kann, zum Beispiel im Header, in der Fußzeile oder in einer Seitenleiste. Welche Positionen es gibt, entscheidet ausschließlich das aktive Theme. Ein Theme kann eine einzige Position anbieten oder mehrere. Sie weisen Ihr erstelltes Menü dann dieser Position zu - das Menü selbst bleibt unverändert. Ja, in der Regel schon. WordPress fügt neue Seiten nicht automatisch zum Menü hinzu. Es gibt eine Ausnahme: Wenn Sie beim Erstellen des Menüs die Option 'Neue Seiten der obersten Ebene automatisch zu diesem Menü hinzufügen' aktiviert haben, erscheinen neue Seiten der obersten Hierarchieebene automatisch. Für die meisten Projekte empfehle ich, diese Option deaktiviert zu lassen und das Menü bewusst zu pflegen.Häufige Fragen
Wo finde ich die Menüverwaltung in WordPress?
Warum erscheint mein Menü nicht auf der Website?
Wie erstelle ich ein Untermenü (Dropdown) in WordPress?
Kann ich externe Links ins Menü einfügen?
Was sind Menüpositionen und wer legt sie fest?
Muss ich für jede Seite, die ich erstelle, das Menü manuell aktualisieren?
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