Homepage-Baukasten oder WordPress: Der ehrliche Vergleich
Ein Homepage-Baukasten ist günstig und schnell, aber macht Sie langfristig abhängig und setzt Grenzen beim Wachstum. WordPress kostet mehr Einstieg, bietet aber echte Kontrolle. Dieser homepage baukasten vergleich zeigt, wann welche Wahl die richtige ist.
Sie überlegen, ob ein Homepage-Baukasten für Ihr Unternehmen reicht oder ob WordPress die bessere Wahl ist. Diese Frage bekomme ich von Kunden mindestens zweimal pro Woche. Meine Antwort ist selten ein einfaches Ja oder Nein, weil beide Optionen echte Stärken haben, aber auch echte Risiken.
Nach 13 Jahren und über 120 Projekten für kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland kann ich Ihnen eines versprechen: Die Entscheidung, die im ersten Jahr günstiger wirkt, ist nicht immer die, die im dritten Jahr noch funktioniert. Schauen wir uns das gemeinsam genau an.
Was ein Homepage-Baukasten wirklich kostet
Die Anbieter werben gerne mit Einstiegspreisen. Die Realität sieht so aus: Wix kostet ab 12 EUR pro Monat, Jimdo ab 11 EUR, Squarespace ab 17 EUR - jeweils bei Jahresbuchung. Klingt günstig. Aber wer SEO-Tools, mehr Speicher, einen Online-Shop oder eigene Domain-E-Mails braucht, landet schnell bei 25-45 EUR monatlich.
Nach drei Jahren mit einem Mittelklasse-Paket bei Wix oder Squarespace haben Sie 900-1.600 EUR ausgegeben, ohne jemals eine Datei besessen zu haben. Das Design, die Struktur, die Templates - alles gehört dem Anbieter.
Was WordPress beim Start kostet
Eine professionell aufgesetzte WordPress-Website kostet im deutschen Markt zwischen 1.500 und 5.000 EUR netto, je nach Umfang und Anpassungsgrad. Dazu kommen laufende Kosten für Hosting (ca. 8-20 EUR/Monat) und Wartung.
Das klingt teurer. Über drei Jahre gerechnet sieht das Bild anders aus: Sie bezahlen einmal für Aufbau und Konfiguration, danach nur noch laufende Betriebskosten. Und Sie besitzen alles: den Code, das Design, die Datenbank, alle Inhalte.
Baukasten vs. WordPress: Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick
| Kriterium | Baukasten (Wix/Jimdo) | WordPress |
|---|---|---|
| Startkosten | 0-200 EUR | 1.500-5.000 EUR |
| Monatliche Kosten | 12-45 EUR | 8-20 EUR (Hosting) |
| Dateieigentümer | Plattformanbieter | Sie selbst |
| Design-Freiheit | begrenzt durch Templates | unbegrenzt |
| SEO-Möglichkeiten | eingeschränkt | vollständig (Yoast, RankMath) |
| Online-Shop DE | eingeschränkt | WooCommerce + Germanized |
| Wechsel möglich | schwierig, kein Design-Export | einfach (Server wechseln) |
| Skalierbarkeit | Plattformgrenzen | keine technischen Grenzen |
Wann ein Baukasten wirklich reicht
Es gibt Situationen, in denen ein Baukasten die pragmatische Wahl ist. Ich sage das ohne Hintergedanken, obwohl ich selbst WordPress-Entwickler bin.
Ein Baukasten ist die richtige Wahl, wenn...
- Sie eine temporäre Seite für ein Projekt oder Event brauchen
- Das Budget unter 500 EUR liegt und Sie selbst pflegen wollen
- Keine SEO-Ambitionen bestehen und Google nicht die Quelle der Kunden ist
- Sie keine rechtlichen Anforderungen an Shop-Funktionen haben
- Die Seite eine reine Online-Visitenkarte ohne Wachstumspläne bleibt
Bei einem Kunden aus dem Bereich Veranstaltungstechnik habe ich vor einigen Jahren explizit zu Jimdo geraten. Er wollte ausschließlich eine Seite mit Kontaktdaten und Fotos, kein Budget für laufende Betreuung und null Interesse daran, sich mit Technik zu beschäftigen. Jimdo hat dort drei Jahre lang gute Arbeit geleistet. Dann wollte er einen Shop - und wir haben auf WordPress migriert.
Wo Baukästen an ihre Grenzen stoßen
Genau hier wird es interessant. Die meisten meiner Kunden starten mit einfachen Anforderungen und entwickeln sich. Und dann stoßen sie auf Probleme, die ich vorhersagen konnte.
Vorteile
- Sofort startklar, keine technischen Kenntnisse nötig
- Günstiger Einstieg (ab 11 EUR/Monat)
- Hosting, SSL und Updates inklusive
- Für einfache Visitenkarten ausreichend
Nachteile
- Design-Freiheit durch Templates begrenzt
- SEO-Möglichkeiten eingeschränkt (kein Zugriff auf technische Details)
- Dateneigentum liegt beim Anbieter
- Wechsel kostet Zeit, Geld und SEO-Positionen
- Online-Shops mit deutschen Rechtsanforderungen schwer umsetzbar
- Langfristig teurer als WordPress-Hosting
SEO ist der häufigste Schmerzpunkt. Wix hat in den letzten Jahren deutlich aufgeholt, aber bei technischen SEO-Optimierungen - strukturierte Daten, individuelle Canonical-Tags, Core Web Vitals, Hreflang für mehrsprachige Seiten - ist WordPress deutlich überlegen. Wer über Google gefunden werden will, braucht diese Kontrolle.
Das Problem mit dem Dateneigentum
Es klingt abstrakt, ist aber sehr konkret: Wenn Wix morgen seinen Tarif verdoppelt oder den deutschen Markt verlässt (was unrealistisch aber theoretisch möglich ist), haben Sie ein Problem. Ihr Design lässt sich nicht exportieren. Ihre URL-Struktur muss komplett neu aufgebaut werden. In der SEO-Welt nennt man das ein Link-Massaker.
Bei einem Kundenprojekt aus Hamburg habe ich 2023 eine Migration von Squarespace zu WordPress begleitet. Die Inhalte ließen sich exportieren, aber die URL-Struktur war so grundlegend anders, dass wir über 200 Weiterleitungen einrichten mussten. Google brauchte vier Monate, um die neue Struktur vollständig zu indexieren. Wer früher wechselt, hat weniger Arbeit.
Mit WordPress hosten Sie auf einem Server Ihrer Wahl. Wechseln Sie den Hoster, wandert die gesamte Installation mit - Design, Datenbank, Plugins, alles. Das ist echter Besitz.
BFSG, DSGVO und das Impressum: Rechtsfragen im Vergleich
Seit dem 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG). Es verpflichtet Unternehmen, die digitale Dienstleistungen anbieten, zur Barrierefreiheit nach WCAG 2.1 Level AA. Kleinstunternehmen unter zehn Mitarbeitern und mit weniger als 2 Millionen EUR Jahresumsatz sind für Dienstleistungen ausgenommen, aber nicht für Produkte.
Die meisten Baukästen bieten keine aktive Unterstützung bei Barrierefreiheits-Audits. Mit WordPress und einem entsprechend konfigurierten Theme lassen sich WCAG-Anforderungen gezielt prüfen und umsetzen. Ich bin Webentwickler, kein Anwalt - für verbindliche Einschätzungen zu Ihrer konkreten Situation empfehle ich rechtliche Beratung.
Für Shops gilt außerdem: WooCommerce in Kombination mit dem Plugin Germanized liefert rechtssichere Vorlagen für Impressum, AGB, Widerrufsbelehrung und Datenschutzerklärung nach deutschem Recht. Bei Wix und Jimdo müssen Sie das alles manuell einpflegen und aktuell halten - ohne technische Absicherung, dass die Texte korrekt eingebunden sind.
Das frühere TTDSG heißt seit Mai 2024 TDDDG (Telekommunikation-Digitale-Dienste-Datenschutz-Gesetz), und das TMG wurde durch das DDG abgelöst. Wer Rechtssicherheit auf seiner Website will, sollte diese Änderungen prüfen lassen.
SEO: Wo der Unterschied wirklich messbar wird
Ein Hamburger Kunde aus der Gastronomie-Zulieferbranche wechselte 2024 von Wix auf eine von mir aufgebaute WordPress-Seite. Nach sechs Monaten: +43 % organischer Traffic, von 18 auf 31 Seiten in den Top-10 bei Google. Das ist kein Zufall und keine Magie, sondern das Ergebnis von technischer SEO-Freiheit: angepasste Meta-Titles und Descriptions, strukturierte Daten (Schema.org), saubere Sitemaps, schnelle Ladezeiten durch LiteSpeed-Cache.
Wix hat inzwischen brauchbare SEO-Tools. Aber der entscheidende Unterschied ist der Zugriff auf den Code. Wenn Sie eine spezifische Anforderung haben - zum Beispiel lokale SEO mit NAP-Markup, FAQ-Schema oder Breadcrumb-Strukturdaten - können Sie das in WordPress direkt umsetzen. Bei Baukästen warten Sie darauf, dass der Anbieter dieses Feature einbaut.
Wer SEO ernst nimmt und langfristig über Google Kunden gewinnen will, sollte den homepage baukasten vergleich nicht allein nach Einstiegskosten entscheiden.
Die Entscheidungsmatrix: Was passt zu Ihnen?
Welche Lösung passt zu Ihrer Situation?
| Ihr Profil | Empfehlung | Begründung |
|---|---|---|
| Einfache Visitenkarte, kein Wachstum | Baukasten | Schnell, günstig, ausreichend |
| Kleine Firma, SEO wichtig | WordPress | Volle SEO-Kontrolle nötig |
| Online-Shop Deutschland | WordPress + WooCommerce | Rechtssicherheit und Flexibilität |
| Temporäre Projektseite | Baukasten | Kein Sinn für langfristigen Aufbau |
| Mehrsprachige Website DE/EN | WordPress | Hreflang und Struktur kontrollierbar |
| Wachsendes Unternehmen | WordPress | Skalierung ohne Plattformgrenzen |
Migrations-Realität: Was ein Wechsel wirklich bedeutet
Das Thema Wechsel verdient einen eigenen Abschnitt, weil ich es so oft unterschätzt sehe. Ein Wechsel von einem Baukasten zu WordPress bedeutet in der Praxis: neues Design von Grund auf, manuelle Inhaltsübertragung (oder CSV-Import mit Nachbearbeitung), neue URL-Struktur mit 301-Weiterleitungen für jede einzelne Seite, Neuaufbau aller Meta-Daten, und mindestens drei bis sechs Monate, bis Google das neue System vollständig akzeptiert hat.
Der finanzielle Aufwand liegt dann häufig zwischen 1.500 und 3.500 EUR - je nachdem, wie viele Seiten vorhanden sind und wie viel SEO-Arbeit steckt. Das ist Geld, das Sie zweimal ausgegeben haben: einmal für den Baukasten, einmal für den Wechsel. Wer von Anfang an mit WordPress startet, zahlt diese Kosten nur einmal.
Eine saubere Migration ist machbar, aber sie braucht Zeit und Erfahrung. Für Ihre Webseite ist das ein Argument, die Entscheidung von Anfang an bewusst zu treffen.
Was ich meinen Kunden sage
Wenn jemand zu mir kommt und ein begrenztes Budget hat, sage ich ehrlich: Wenn Ihre Website nur eine Kontaktseite mit Öffnungszeiten und einem Anruf-Button ist, und Sie planen keine Erweiterung in den nächsten drei Jahren, dann nehmen Sie einen Baukasten. Sparen Sie das Geld für etwas anderes.
Wenn aber das Ziel ist, über Google Kunden zu gewinnen, einen Shop zu betreiben, oder die Seite in zwei Jahren um Funktionen zu erweitern, dann ist WordPress die bessere Investition. Nicht weil ich als Entwickler davon profitiere, sondern weil ich die Konsequenz des anderen Weges kenne.
Die häufigste Situation: Kunden kommen zu mir, nachdem sie zwei Jahre einen Baukasten genutzt haben, jetzt wachsen wollen und von vorne anfangen müssen. Das kostet mehr, als wenn sie gleich mit WordPress gestartet wären.
Bevor Sie sich entscheiden: Schreiben Sie auf, was Ihre Website in drei Jahren können soll. Wenn die Liste mehr als fünf Punkte hat oder SEO oder E-Commerce enthält, ist WordPress von Anfang an die günstigere Lösung auf Sicht.
Für eine kostenlose Ersteinschätzung zu Ihrem konkreten Projekt können Sie mich direkt über /de/kontakt/ kontaktieren.
Die gängigen Anbieter liegen 2025 zwischen 11 und 45 EUR pro Monat, je nach Paket. Wix kostet ab 12 EUR, Jimdo ab 11 EUR, Squarespace ab 17 EUR monatlich bei Jahresbuchung. Für einen vollwertigen Online-Shop mit SEO-Funktionen landen Sie schnell bei 25-40 EUR pro Monat. Technisch ja, praktisch ist ein Wechsel aber aufwendig. Inhalte lassen sich exportieren (meistens als CSV oder manuell), aber das Design müssen Sie komplett neu aufbauen. URLs ändern sich in der Regel, was SEO-Arbeit kostet. Je früher Sie wechseln, desto günstiger ist dieser Schritt. WordPress hat eine Lernkurve, die aber mit modernen Pagebuildern deutlich flacher geworden ist. Gutenberg-Blöcke oder ein konfiguriertes Theme ermöglichen auch technisch unerfahrenen Inhabern das Bearbeiten von Texten und Bildern ohne Programmierkenntnisse. Für Grundeinrichtung, Sicherheit und Updates empfehle ich trotzdem professionelle Begleitung. Für reine Visitenkartenseiten ohne Shop ist Jimdo durch den deutschen Support und die DSGVO-Konformität eine solide Wahl. Wix bietet mehr Flexibilität beim Design. Squarespace punktet mit optisch ansprechenderen Vorlagen. Für Shops mit deutschen Rechtsvorgaben (Impressum, AGB, Widerruf) empfehle ich eher WordPress mit Germanized. Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) gilt seit dem 28. Juni 2025 für Unternehmen, die digitale Dienstleistungen anbieten. Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern und unter 2 Millionen EUR Jahresumsatz sind für Dienstleistungen ausgenommen, aber nicht für Produkte in Umlauf. Ich bin Webentwickler, kein Anwalt - für verbindliche Aussagen konsultieren Sie bitte eine Rechtsberatung. Eine professionell erstellte WordPress-Unternehmensseite liegt je nach Umfang zwischen 1.500 und 6.000 EUR netto. Hinzu kommen laufende Kosten für Hosting (8-25 EUR/Monat), Wartung und gelegentliche Updates. Damit liegen Sie über drei Jahre gerechnet oft günstiger als ein Premium-Baukasten-Abo mit ähnlichem Funktionsumfang.Häufige Fragen
Was kostet ein Homepage-Baukasten im Monat?
Kann ich von einem Baukasten zu WordPress wechseln?
Ist WordPress für Anfänger zu schwierig?
Welcher Baukasten ist der beste für Deutschland?
Brauche ich ab 2025 eine barrierefreie Website?
Was kostet eine WordPress-Website beim Profi?
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