Von Wix und Squarespace zu WordPress umziehen: ohne SEO-Verlust
Weg von Wix oder Squarespace, hin zu WordPress? Ich zeige, was sich exportieren laesst, wie du die Seite neu aufbaust, 301-Weiterleitungen setzt und dein Google-Ranking behaeltst.
Wix und Squarespace schraenken die Kontrolle ueber Code, SEO und Umzug ein
Inhalte ziehen um, Layout und Animationen baust du neu
301-Weiterleitungen von alten URLs sind Pflicht fuer das Ranking
Einen 1:1-Export des Designs gibt es nicht, es ist ein Neuaufbau
Eine kleine Seite kostet meist ab 900 Euro und dauert 2 bis 4 Wochen
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Warum Nutzer von Wix und Squarespace weggehen
Wix und Squarespace tun genau das, was sie am Anfang versprechen: Sie lassen dich ohne Entwickler eine huebsche Seite per Klick im Editor bauen. Das Problem kommt spaeter, wenn die Seite echtes Geld bringt und der Betreiber mehr aus ihr herausholen will. Dann wird aus dem bequemen Baukasten ein Kaefig.
Die haeufigsten Gruende, aus denen Kunden zu mir kommen und zu WordPress wechseln wollen, aehneln sich immer. Erstens das geschlossene Oekosystem. Deine Seite lebt auf den Servern eines Anbieters, in dessen Format, und du kannst sie nicht einfach einpacken und woanders hinstellen. Zweitens die begrenzte Kontrolle ueber SEO und Code. Du kommst nicht tiefer in die Struktur, kannst nicht jedes beliebige Skript einbinden und nicht optimieren, was der Editor nicht freigibt. Drittens das dauerhafte Abo, das du endlos zahlst, und ohne Zahlung verschwindet die Seite.
Dazu kommen Kleinigkeiten, die mit der Zeit wehtun: begrenzte Vorlagen, kein Vorlagenwechsel ohne Neuaufbau, Abhaengigkeit von eingebauten Apps und deren Preislisten. WordPress dreht diese Logik um. Du besitzt die Dateien und die Datenbank, hostest wo du willst, installierst was du willst, und niemand kappt deine Seite wegen einer verspaeteten Zahlung.
So unterscheiden sich beide Ansaetze
| Was wir vergleichen | Wix / Squarespace | WordPress |
|---|---|---|
| Eigentum an der Seite | Dateien auf Anbieter-Servern | volles Eigentum an Dateien und Datenbank |
| Kontrolle ueber den Code | auf den Editor begrenzt | voll, beliebiger Code und Plugins |
| SEO | grundlegend, geschlossen | volle Kontrolle, Rank Math, Schema |
| Kosten ueber die Zeit | dauerhaftes Abo ohne Ende | Hosting plus optionale Plugins |
| Wechsel zu anderem Anbieter | praktisch unmoeglich | jederzeit, es sind deine Dateien |
Die echten Grenzen, die zu WordPress draengen
Diese Grenzen sollte man konkret benennen, denn sie entscheiden ueber den Umzug, nicht eine Mode rund um WordPress. In Baukaesten drueckt am staerksten die fehlende Freiheit beim technischen SEO. Du kannst nicht immer beliebige Weiterleitungen setzen, hast nicht immer Zugriff auf die volle Struktur der strukturierten Daten, und die Geschwindigkeitsoptimierung endet dort, wo die Optionen des Editors enden.
Die zweite Huerde ist das Skalieren. Solange du fuenf Unterseiten hast, ist alles schoen. Waechst die Seite zu einem Blog mit hundert Beitraegen oder einem Shop mit Dutzenden Produkten, fehlt es an Flexibilitaet: Anbindung externer Tools, Automatisierung, eigene Felder und vom Kunden bearbeitbare Bereiche. In WordPress ergaenzt du das per Plugin oder Code, im Baukasten wartest du, bis der Anbieter es einfuehrt, oder eben nie.
Der dritte, sehr praktische Punkt: Geld auf lange Sicht. Ein Baukasten-Abo mit Shop-Tarif und ein paar Apps kann uebers Jahr die Kosten eines ordentlichen WordPress-Hostings mit Reserve uebersteigen. Du zahlst immer wieder fuer etwas, das dir nicht gehoert. Bei WordPress zahlst du fuers Hosting, und die Seite selbst gehoert dir.
Exportiere vor dem Umzug aus der Google Search Console die Liste aller Adressen, die im Index sind und Traffic haben. Das wird die Basis fuer die Weiterleitungsliste und die Prioritaetenliste, welche Unterseiten nach dem Umzug funktionieren muessen.
Was sich exportieren laesst und was du neu baust
Hier entstehen die meisten Missverstaendnisse, deshalb sage ich es klar: Es gibt keinen Knopf, der eine Wix-Seite unveraendert nach WordPress bringt. Der Umzug ist zu grossen Teilen ein Neuaufbau, nur auf besserem Fundament und mit erhaltenen Inhalten.
Was du ohne groessere Muehe wirklich uebertraegst:
- Texte: die gesamten Inhalte von Seiten und Beitraegen. Das kopierst oder importierst du, je nach Plattform.
- Blogbeitraege: Squarespace bietet einen Export ins WordPress-Format, Wix erlaubt den Export des Blogs in eine Datei, die der WordPress-Importer einliest. Dabei wandern Datum, Kategorien und ein Teil der Bilder mit.
- Bilder: aus den Medien herunterladen und in die WordPress-Mediathek laden. Ein Teil kommt automatisch mit dem Beitragsimport, den Rest haendisch.
- Produkte: im Shop laesst sich die Produktliste in eine Datei exportieren und in WooCommerce importieren, was meist noch Aufraeumen verlangt.
Was du nicht uebertraegst und neu baust: Layout und Design als fertigen Code, Animationen und Editor-Effekte, Formulare samt Konfiguration, Zahlungs- und Versandeinstellungen im Shop sowie die im Oekosystem installierten Apps. Das ist kein Nachteil des Umzugs, sondern eine Chance. Das Design baust du auf einem schlanken, schnellen Theme neu, ohne den Ballast, der den Baukasten gebremst hat.
Loesche die alte Seite nicht und kuendige das Wix- oder Squarespace-Abo nicht am Tag der Umschaltung. Halte sie noch einige Wochen aktiv. Solange die 301-Weiterleitungen nicht sauber greifen und du in der Search Console nicht bestaetigt hast, dass die neuen Adressen indexiert werden, ist die alte Version dein Sicherheitsnetz.
Die Struktur der Seite nachbauen
Bevor du das Design anfasst, baue die Struktur nach, also die Karte der Unterseiten und Adressen. Das ist das Fundament, von dem das SEO abhaengt. Liste alle Adressen der alten Seite auf und ordne jeder ein Pendant bei WordPress zu. Am besten behaeltst du die Adresslogik bei, etwa bleibt die Ueber-uns-Seite unter ihrer Adresse und ein Blogbeitrag unter demselben oder sehr aehnlichen Slug.
Je naeher du an der alten URL-Struktur bleibst, desto weniger Weiterleitungen brauchst du und desto sauberer uebertraegt Google die Rankings. Willst du bei der Gelegenheit Unordnung in den Adressen beseitigen, tu es bewusst und halte jede Aenderung in der Weiterleitungsliste fest. Jede Adresse, die sich aendert, braucht ihren Eintrag: alte URL fuehrt zur neuen.
Die praktische Reihenfolge in dieser Phase sieht so aus:
- Liste der Unterseiten: du ziehst alle Adressen der alten Seite und aus der Search Console.
- Zuordnung: zu jeder alten Adresse notierst du die Zieladresse bei WordPress.
- Menue- und Kategoriestruktur: du baust Navigation und Blogkategorien gemaess der Logik des Originals nach.
- Inhalt: du fuellst die Seiten mit den uebertragenen Texten und Bildern.
301-Weiterleitungen: das Herz des Umzugs
Wenn du dir aus dem ganzen Text eine Sache merkst, dann diese: 301-Weiterleitungen entscheiden, ob du dein Google-Ranking behaeltst. Eine 301-Weiterleitung ist ein Signal an die Suchmaschine, dass eine Seite dauerhaft auf eine neue Adresse umgezogen ist, also soll ihre gesamte aufgebaute Staerke auf die neue URL uebergehen. Ohne sie laufen alte Adressen in den Fehler 404, der Traffic verschwindet und die Rankings fallen.
In WordPress setzt du Weiterleitungen per Plugin (etwa Redirection oder das Modul in Rank Math) oder per Eintrag auf Serverebene. Die Regel ist einfach: Jede Adresse der alten Seite, die im Index war oder Traffic hatte, braucht eine 301-Weiterleitung auf ihr Pendant. Hat eine Unterseite kein Pendant, leite sie auf die thematisch naechste Seite oder die Startseite, aber lass sie nicht als 404 stehen.
Nach der Umschaltung pruefst du mit einem Tool zum Scannen der Adressen und durch manuelles Aufrufen einiger alter URLs, ob die Weiterleitungen greifen. Das sind fuenf Minuten Arbeit, die Monate an Ranking-Aufbau retten.
Behalte die Slugs der Blogbeitraege moeglichst exakt bei. Ein Beitrag unter beitrag-name bleibt unter beitrag-name. Dann braucht ein Teil der Adressen gar keine Weiterleitung, und das Risiko von Ranking-Verlusten sinkt auf ein Minimum.
SEO nach dem Umzug: so verlierst du keinen Traffic
Weiterleitungen sind die Basis, aber nicht alles. Nach dem Umzug kuemmerst du dich um ein paar Dinge, die zusammen darueber entscheiden, ob Google die neue Version schnell akzeptiert. Uebertrage Titel und Meta-Beschreibungen jeder Unterseite, denn sie bestimmen, wie die Seite in den Ergebnissen erscheint. Baue die strukturierten Daten (Schema), die der Baukasten automatisch erzeugt hat, neu auf, diesmal ueber Rank Math mit voller Kontrolle.
Kuemmere dich auch um die technischen Grundlagen: Erzeuge eine neue XML-Sitemap und reiche sie in der Search Console ein, pruefe die robots-Datei und stelle sicher, dass du die Indexierung nicht blockierst (ein typischer Fehler ist eine vergessene Sperre aus der Arbeitsversion). Pruefe, ob Bilder Alt-Texte haben und ob die Seite schnell laedt, denn der Umzug ist ein guter Moment, um nebenbei die Core Web Vitals zu verbessern.
Beobachte in den ersten Wochen nach der Umschaltung die Search Console: die Zahl der indexierten Seiten, die 404-Fehler und die Ranking-Kurve. Kleine Schwankungen sind normal. Siehst du eine Lawine an 404-Fehlern, fehlt irgendwo eine Weiterleitung, die du dann schnell ergaenzt.
Checkliste fuer den Umzug zu WordPress
- Exportiere die Adressliste aus der Search Console und die Liste aller Unterseiten
- Exportiere die Blogbeitraege und lade alle Bilder der alten Seite herunter
- Setze WordPress auf einem Staging auf, waehle ein schlankes Theme und baue die Menuestruktur nach
- Importiere die Inhalte und baue das Layout der Unterseiten auf dem neuen Theme neu
- Erstelle die 301-Weiterleitungsliste: jede alte Adresse auf ihr neues Pendant
- Uebertrage Titel und Meta-Beschreibungen und baue die strukturierten Daten in Rank Math neu
- Schalte das DNS auf das neue Hosting um und setze die 301-Weiterleitungen
- Reiche die neue XML-Sitemap in der Search Console ein und pruefe die Indexierung
- Teste Formulare, Zahlungen und einige alte Adressen nach der Umschaltung
- Halte die alte Seite noch 2 bis 4 Wochen aktiv als Sicherheitskopie
Zeit und Kosten: was dich realistisch erwartet
Die haeufigste Frage lautet: Wie lange dauert es und was kostet es. Die Antwort haengt vom Umfang ab, aber ich nenne realistische Spannen, ohne zu uebertreiben. Eine kleine Visitenkartenseite oder ein Blog mit einem Dutzend Beitraege sind meist 2 bis 4 Wochen und Kosten ab rund 900 Euro. Eine groessere Firmenseite mit vielen Unterseiten und reichem Inhalt dauert laenger und kostet mehr, und ein Shop mit Dutzenden Produkten ist bereits ein eigenes, groesseres Projekt, bei dem die Einrichtung von Zahlung, Versand und Kataloguebertragung hinzukommt.
Was Zeit und Budget am staerksten treibt: die Zahl der Unterseiten und Beitraege, die Entscheidung ob wir das Design 1:1 nachbauen oder neu gestalten, die Menge der Formulare und Integrationen, die neu entstehen, sowie wie aufgeraeumt die alte Seite war. Je groesser das Durcheinander in Adressen und Inhalten, desto mehr Arbeit bei der Weiterleitungsliste und beim Aufraeumen.
Deshalb beginne ich jeden Umzug mit dem Zaehlen der Unterseiten und der Weiterleitungsliste, bevor ich einen Preis nenne. So ist das Angebot konkret, und du weisst, wofuer du zahlst. Bei DawidWeb mache ich Umzuege von Wix und Squarespace zu WordPress regelmaessig: Inhaltsexport, Neuaufbau auf einem schlanken Theme, vollstaendige 301-Weiterleitungsliste und SEO-Kontrolle nach der Umschaltung, damit die Seite ihr Ranking nicht verliert. Webseiten baue ich ab 600 Euro, ich habe ueber 120 Projekte umgesetzt, und ein Angebot fuer deinen konkreten Umzug bekommst du innerhalb von 24 Stunden.
Häufige Fragen
Verliere ich beim Umzug von Wix zu WordPress mein Google-Ranking?
Nicht, wenn du es richtig machst. Ranking-Verluste entstehen fast immer durch einen Fehler: fehlende 301-Weiterleitungen von den alten auf die neuen Adressen. Wenn jede alte URL per Weiterleitung auf ihr Pendant bei WordPress zeigt und die Inhaltsstruktur erhalten bleibt, uebertraegt Google die Staerke der Seiten innerhalb weniger Wochen. Kurze Schwankungen im ersten Monat sind normal und stabilisieren sich von selbst.
Laesst sich eine Wix-Seite mit einem Klick exportieren?
Nein. Wix erlaubt den Export der Blogbeitraege (in eine Datei, die WordPress importieren kann), aber statische Seiten, Layout, Animationen und Shop-Einstellungen bekommst du nicht per Knopfdruck heraus. Squarespace ist hier besser, weil es einen Export ins WordPress-Format anbietet, doch auch das uebertraegt vor allem Inhalte, nicht das Design. In der Praxis migrierst du Texte und einen Teil der Bilder und baust das Layout auf einem neuen Theme neu auf.
Wie lange dauert der Umzug zu WordPress und was kostet er?
Fuer eine typische Visitenkartenseite oder einen kleinen Blog sind es meist 2 bis 4 Wochen und Kosten ab rund 900 Euro. Die Spanne haengt von der Zahl der Unterseiten ab, von der Menge der zu uebertragenden Inhalte und davon, ob wir das Design 1:1 nachbauen oder neu gestalten. Ein Shop mit Dutzenden Produkten ist ein eigenes, groesseres Projekt. Ich starte immer mit dem Zaehlen der Unterseiten und der Weiterleitungsliste, damit das Angebot konkret ist.
Was laesst sich aus Wix oder Squarespace nicht uebertragen?
Nicht uebertragbar sind Layout und Design als fertiger Code, Animationen und typische Wix-Effekte, Formulare samt Konfiguration, Shop-Einstellungen (Produkte lassen sich exportieren, aber Zahlungs- und Versandlogik richtest du neu ein) sowie die im Oekosystem installierten Apps. All das baust du in WordPress neu auf, meist schlanker und schneller als zuvor.
Ist die Seite waehrend des Umzugs offline?
Nein. Der gesamte Aufbau laeuft auf einer getrennten Arbeitskopie (Staging), und die alte Seite bleibt bis zur letzten Minute online. Die Umschaltung erfolgt ueber eine DNS-Aenderung, sobald die neue Version fertig und getestet ist. Die Unterbrechung ist praktisch nicht spuerbar, und im Notfall kommst du schnell zur alten Version zurueck, weil du sie vorher nicht loeschst.
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