Was kostet ein Onlineshop 2026? Preise nach System und Umfang
Was kostet ein Onlineshop 2026? Von 500 Euro für einen einfachen Baukastenstart bis über 90.000 Euro für B2B-Projekte mit ERP-Anbindung. Die echten Zahlen nach System, Funktionsumfang und laufenden Kosten - ohne Marketingprosa.
Der deutsche E-Commerce-Markt hat 2026 die 83-Milliarden-Euro-Marke geknackt. Wer heute fragt, was ein Onlineshop kostet, bekommt von Agenturen Antworten zwischen "ab 999 Euro" und "ab 50.000 Euro" - beides stimmt, und beides erklärt nichts. Dieser Beitrag schlüsselt die Preise so auf, wie ich sie in 13 Jahren und über 120 Projekten erlebt habe: nach System, Funktionsumfang und den laufenden Kosten, die im Erstgespräch gerne vergessen werden.
Die Wahrheit ist: Was ein Onlineshop kostet, hängt von drei Faktoren ab - der Plattform, dem Umfang der Individualisierung und dem, was Sie danach monatlich einplanen. Wer nur den Aufbau kalkuliert und die Betriebskosten ignoriert, erlebt nach sechs Monaten eine unangenehme Überraschung.
Die vier Preisklassen im Überblick
Bevor wir in die Details gehen, ein ehrlicher Rahmen:
Diese Zahlen sind Nettopreise. Bei 19% Mehrwertsteuer rechnen Sie entsprechend hoch. Und: Diese Spannen gelten für den deutschen Markt, wo Germanized-Pflichtangaben, DSGVO-konforme Cookies und rechtssichere Rechtstexte von Anfang an eingeplant sein müssen.
WooCommerce: Niedrige Softwarekosten, ehrliche Gesamtkosten
WooCommerce ist kostenlos. Das stimmt - und ist gleichzeitig die häufigste Quelle für Budgetüberraschungen. Die Software selbst kostet nichts, aber ein professioneller deutschlandtauglicher WooCommerce-Shop braucht mehr.
Was Sie wirklich brauchen:
- Managed WordPress Hosting mit ausreichend Performance: 15-80 Euro pro Monat (z.B. Kinsta, Raidboxes, Hetzner mit Coolify)
- Domain (.de): 10-18 Euro pro Jahr
- SSL: bei den meisten Hostern kostenlos über Let's Encrypt
- Theme: 0 Euro (Storefront) bis 200 Euro (Blocksy Pro, Flatsome) einmalig
- Germanized Pro oder WooCommerce German Market: 69-75 Euro pro Jahr - für deutschen Markt Pflicht
- Rank Math Pro oder Yoast SEO Premium: 79-99 Euro pro Jahr
- Backup-Plugin (UpdraftPlus Pro, BlogVault): 70-150 Euro pro Jahr
- Sicherheit (Wordfence Premium, Patchstack): 99-249 Euro pro Jahr
WooCommerce Mindestausstattung für Deutschland
- WooCommerce + WordPress aktuell
- Germanized Pro oder German Market (Pflichtangaben, Widerrufsbelehrung)
- DSGVO-konformes Cookie-Plugin (Real Cookie Banner oder Complianz)
- Rechtstexte-Abo (IT-Recht Kanzlei, eRecht24 oder Kanzlei)
- Managed Hosting mit PHP 8.3 und täglichem Backup
- SSL-Zertifikat (Let's Encrypt reicht)
- Zahlungsanbieter: Stripe + PayPal Basis
- Produktbilder in Webp mit Alt-Text
Für die reine Agenturarbeit beim Aufbau rechnen Sie mit 4.500-9.000 Euro netto für einen Einsteiger-Shop mit 20-100 Produkten. Dabei ist enthalten: Theme-Konfiguration, Zahlungsanbieter-Integration, Rechtstexte-Einbindung, Produktimport und technisches SEO-Grundsetup.
Bei einem Kunden aus Hamburg - ein kleiner Möbelhersteller, der seinen Showroom durch Online-Verkauf ergänzen wollte - haben wir 2025 für 6.800 Euro netto einen vollständigen WooCommerce-Shop aufgebaut: Custom-Blocksy-Theme, 45 Produkte mit Varianten, Germanized Pro, Stripe + PayPal, vollständige Rechtstexte und Rank Math-Grundkonfiguration. Laufende Kosten: 180 Euro pro Monat für Hosting (Raidboxes), Plugin-Lizenzen und quartalsweise Updates durch uns.
Shopify: Bequemlichkeit hat einen Preis
Shopify ist 2026 die benutzerfreundlichste All-in-one-Lösung. Setup ohne technisches Vorwissen, automatische Updates, 24/7-Support - das erkauft man sich mit monatlichen Gebühren und vor allem mit Transaktionsgebühren, die schnell zum echten Kostenfaktor werden.
Shopify Preise 2026 (Deutschland)
| Plan | Monatsgebühr | Transaktionsgebühr |
|---|---|---|
| Starter | 5 EUR | 5% pro Transaktion |
| Basic | 33 EUR | 1,8% + 0,30 EUR |
| Grow | 88 EUR | 1,5% + 0,30 EUR |
| Advanced | 384 EUR | 1,3% + 0,30 EUR |
| Plus | ab 2.300 USD | verhandelbar |
Die Transaktionsgebühr entfällt nur, wenn Sie Shopify Payments nutzen. In Deutschland ist Shopify Payments verfügbar, aber nicht alle Branchen werden akzeptiert. Wer auf Stripe oder PayPal angewiesen ist, zahlt zusätzlich 0,5-2% Transaktionsgebühr an Shopify obendrauf.
Was das in der Praxis bedeutet: Bei 3.000 Euro Monatsumsatz und Basic-Plan zahlen Sie: 33 Euro Abo + rund 54-70 Euro Transaktionsgebühren + ca. 30 Euro für nötige Apps (German Market App, Cookie-Consent, SEO-Tool) = über 120 Euro pro Monat allein für die Plattform. Hinzu kommen keine Setup-Kosten für einen selbst konfigurierten Shop, aber eben auch kein professionelles Custom-Design.
Shopify-Agenturen berechnen für professionelle Shops:
- Einfacher Shop mit angepasstem Theme: 2.000-5.000 Euro
- Custom Design und App-Integration: 5.000-15.000 Euro
- Enterprise-Projekte: 15.000-50.000 Euro und mehr
Wenn Sie Shopify wählen: Investieren Sie in das erste Jahr in ein gutes Theme (150-400 Euro einmalig) statt in monatliche Theme-Apps. Ein sauber konfiguriertes Paid-Theme schlägt die meisten App-basierten Layouts in Ladezeit und Konversion.
Eine gute Entscheidungshilfe zu den Systemunterschieden finden Sie in meinem Artikel zum Shopware vs. Shopify vs. WooCommerce Systemvergleich 2026.
Shopware 6: Wenn WooCommerce zu klein wird
Shopware hat 2026 seine Lizenzstruktur weiter konsolidiert. Die Community Edition bleibt kostenlos - aber nur bis zu einem Bruttowarenwert (GMV) von 1 Million Euro pro Jahr. Danach wird es teuer:
Shopware 6 Editionen 2026
| Edition | Lizenz/Monat | Zielgruppe |
|---|---|---|
| Community Edition | 0 EUR (bis 1 Mio. GMV) | Einsteiger und KMU |
| Rise | 600 EUR | Wachstumsphase, bis 30 Mio. GMV |
| Evolve | 2.400 EUR | Mittelstand mit B2B-Anforderungen |
| Beyond | 6.500 EUR | Enterprise, Marktplätze |
Die Lizenzgebühr ist aber nur ein Teil der Geschichte. Ein Shopware-Projekt wird von einer Agentur umgesetzt und diese Arbeit kostet:
- Kleines Shopware-Projekt (Freelancer, Standard-Theme): 8.000-15.000 Euro
- Mittleres Projekt mit Custom Design: 20.000-45.000 Euro
- Mittelstandsprojekt mit ERP-Anbindung: 35.000-90.000 Euro
Das Hosting für Shopware braucht mehr Ressourcen als WordPress: Erwarten Sie 80-300 Euro pro Monat für ein anständiges Managed Shopware Hosting. Gemeinsam mit der Lizenz, Agentur-Retainer und Plugins liegt ein professioneller Shopware-Shop bei 1.500-4.000 Euro pro Monat im Betrieb.
Shopware lohnt sich erst, wenn Sie echte Komplexitätsanforderungen haben: Multi-Warehouse, B2B-Kundengruppen, komplexe Preisregeln, Marktplatzsynchronisation. Wer "nur online verkaufen" will, zahlt bei Shopware für Funktionen, die er nie nutzt.
Den direkten Vergleich mit konkreten Migrationsfällen beschreibe ich im Artikel Shopware oder Shopify für den Mittelstand.
Zahlungsanbieter: Der versteckte Kostenfaktor
Die Transaktionsgebühren werden beim Aufbau-Gespräch gerne als "klein" abgetan. Bei 10.000 Euro Monatsumsatz ist das aber ein echter Posten:
Stripe ist für die meisten WooCommerce-Shops die beste Wahl: günstiger als PayPal, gute API, solide Dokumentation. PayPal sollten Sie trotzdem anbieten, weil rund 28% der deutschen Käufer bei unbekannten Shops nur via PayPal kaufen. Klarna ist interessant für höherpreisige Produkte, wo Ratenkauf die Konversion deutlich hebt.
Für einen deutschen Onlineshop ist die Kombination Stripe + PayPal Express als Minimum zu empfehlen. Wer über 5.000 Euro Monatsumsatz liegt, sollte Klarna und SEPA-Lastschrift ergänzen.
Laufende Kosten: Was nach dem Launch wirklich anfällt
Hier liegt der größte Planungsfehler. Nach dem Launch denken viele Kunden, der Shop läuft von selbst. Tut er nicht.
Vorteile
- WooCommerce hat keine Pflicht-Monatsgebühr
- Shared Hosting reicht für kleine Shops (5-20 EUR/Monat)
- Viele Plugins haben kostenlose Basisversionen
- Let's Encrypt SSL kostet nichts
Nachteile
- WordPress/WooCommerce braucht regelmäßige Updates (Sicherheit!)
- Plugin-Inkompatibilitäten nach Updates verursachen Agenturkosten
- DSGVO, Rechtstexte, neue Gesetze erfordern laufende Pflege
- Performance-Probleme wachsen mit dem Sortiment
Eine realistische Kostenaufstellung für laufende Betriebskosten:
Einfacher WooCommerce-Shop (bis 200 Produkte):
- Managed Hosting: 20-50 Euro/Monat
- Plugin-Lizenzen (anteilig): 15-30 Euro/Monat
- Rechtstexte-Abo: 10-25 Euro/Monat
- Wartungsvertrag mit Agentur: 80-150 Euro/Monat
- Gesamt: ca. 125-255 Euro/Monat
Wachsender Shop (bis 2.000 Produkte, SEO aktiv):
- Managed Hosting mit mehr Ressourcen: 50-120 Euro/Monat
- SEO-Tool (Rank Math Business oder Ahrefs Lite): 30-100 Euro/Monat
- E-Mail-Marketing (Klaviyo, Brevo): 20-80 Euro/Monat
- Plugin-Lizenzen und Wartung: 150-300 Euro/Monat
- Gesamt: ca. 250-600 Euro/Monat
Rechtstexte-Abos von IT-Recht Kanzlei oder eRecht24 Premium kosten 20-30 Euro pro Monat und aktualisieren sich automatisch bei Gesetzesänderungen. Das ist billiger als jede einzelne Anpassung durch einen Anwalt - und 2026 gab es mehrere: BFSG (Juni 2025), GPSR (Februar 2026), Widerrufsbutton-Pflicht (Juni 2026).
B2B-Onlineshops: Andere Liga, andere Preise
B2B-E-Commerce hat eigene Anforderungen, die den Preis in eine andere Kategorie heben: Netto-Preisanzeige, Kundengruppen mit individuellen Preisen, Staffelpreise, Genehmigungsworkflows, Integration in Warenwirtschaft und Buchhaltung.
Bei einem Kunden aus der Industrieregion Hannover haben wir 2024 einen B2B-WooCommerce-Shop mit JTL-Wawi-Anbindung aufgebaut: 8.500 Euro für das WooCommerce-Grundsystem plus 12.000 Euro für die JTL-Anbindung (bidirektionale Produktsynchronisation, Bestellübertragung, Lagerhaltung) und 6.000 Euro für Custom-Entwicklung der Kundengruppen-Logik. Gesamtbudget: knapp 27.000 Euro. Laufend: 350 Euro pro Monat.
Der größte Kostentreiber ist die ERP-Anbindung:
ERP-Anbindung Onlineshop 2026
| ERP-System | Anbindungskosten | Monatliche Lizenz |
|---|---|---|
| JTL-Wawi | 2.500-8.000 EUR | ab 89 EUR/Monat (JTL Pro) |
| SAP Business One | 8.000-20.000 EUR | 400-1.200 EUR/Monat |
| Microsoft Dynamics 365 | 6.000-18.000 EUR | 300-900 EUR/Monat |
| Lexoffice / sevDesk | 500-1.500 EUR | ab 8 EUR/Monat |
Für komplexere B2B-Setups empfiehlt sich Shopware mit der Evolve-Edition (2.400 Euro/Monat Lizenz), die B2B-Funktionen wie Angebots-Management und individuelle Preislisten mitbringt. Die Agenturkosten für ein vollständiges Shopware-B2B-Projekt liegen bei 45.000-90.000 Euro. Mehr Details zu geeigneten Systemen für Wachstumsphasen finden Sie in meinem Artikel zu WooCommerce Onlineshop Deutschland aufbauen.
Rechtliche Pflichtkosten 2026: Neu und nicht verhandelbar
Das Rechtsumfeld für deutsche Onlineshops hat sich 2025 und 2026 erheblich verändert. Das kostet Zeit und manchmal auch Geld:
- E-Rechnung: Seit dem 1. Januar 2025 müssen B2B-Shops E-Rechnungen empfangen können. Senden ist noch optional, wird aber ab 2028 Pflicht. Das erfordert Plugin-Erweiterungen (WooCommerce E-Rechnung Plugins: 79-199 Euro/Jahr).
- BFSG (Barrierefreiheitsstärkungsgesetz): Seit dem 28. Juni 2025 gilt für neue digitale Produkte und viele Onlineshops erhöhte Barrierefreiheitspflicht. Theme-Anpassungen und ARIA-Labels können 1.000-5.000 Euro Nachbesserung kosten.
- GPSR (General Product Safety Regulation): Seit dem 19. Februar 2026 müssen Produktseiten Hersteller- und Sicherheitsinformationen nach EU-Standard ausweisen. Für Shops mit vielen Produkten bedeutet das oft mehrere Tage Datenpflege.
- Widerrufsbutton: Ab dem 19. Juni 2026 ist ein standardisierter Widerrufsbutton in Kundenkonten Pflicht - für WooCommerce gibt es entsprechende Plugins, für Shopify müssen Themes angepasst werden.
Ich bin Webentwickler, kein Rechtsanwalt. Für die konkrete rechtliche Einschätzung Ihres Shops wenden Sie sich an einen Fachanwalt für IT-Recht.
Wer diese Pflichten ignoriert, riskiert Abmahnungen - und die kosten im Zweifel mehr als alle oben genannten Investitionen zusammen.
Was günstige Angebote verschweigen
Immer wieder sehe ich Angebote unter 2.000 Euro für "professionelle Onlineshops". Was dabei meistens fehlt:
- Keine Germanized-Konfiguration (Pflichtfelder fehlen)
- Theme gekauft, aber nicht individualisiert
- Keine SEO-Grundoptimierung (Meta-Tags, Schema.org, XML-Sitemap)
- Kein ordentlicher Caching-Stack (PageSpeed unter 50/100)
- Rechtstexte aus dem Generator, aber nicht anwaltlich geprüft
- Kein dokumentierter Wartungsprozess
Was zunächst billig wirkt, kostet nach dem Launch: ein Abmahnanwalt, eine Agentur, die erst einmal alles analysieren und erklären muss, was vorher schiefgelaufen ist. Bei einem Kunden aus Düsseldorf habe ich 2024 einen solchen "Billigshop" übernommen - die Nachbesserungskosten lagen bei 4.200 Euro, mehr als ein sauberer Start von Anfang an.
Fragen Sie jede Agentur explizit: Ist Germanized Pro oder German Market enthalten? Sind Rechtstexte in der Offerte? Welches Hosting ist vorgesehen und wer verwaltet Updates? Antworten auf diese drei Fragen trennen seriöse Angebote von Billiganbietern.
Systemwahl nach Budget: Eine praktische Einordnung
Systemwahl nach Budget 2026
| Budget | System | Was ist realistisch |
|---|---|---|
| Bis 1.500 EUR | Shopify Starter oder WooCommerce Eigenregie | Funktioniert, aber ohne Customizing und professionelles Setup |
| 3.000-6.000 EUR | WooCommerce oder Shopify Basic mit Agentur | Solider Start, vollständige Rechtsausstattung, gutes Theme |
| 6.000-15.000 EUR | WooCommerce custom oder Shopify custom | Individuelle Designlösung, SEO-Fundament, erweiterte Funktionen |
| 15.000-40.000 EUR | WooCommerce B2B oder Shopware Community | ERP-Anbindung, Kundengruppen, individuelle Logik |
| Ab 40.000 EUR | Shopware Rise/Evolve, Shopify Plus | Enterprise-Funktionen, komplexe Integrationen, dediziertes Team |
Wenn Sie wissen möchten, welches System für Ihren konkreten Fall am besten passt, sprechen Sie mich direkt an - auf der Seite Online-Shops finden Sie meinen aktuellen Leistungsbereich und Kontaktmöglichkeit.
Was Sie vor dem ersten Gespräch klären sollten
Die Qualität des Agenturangebots hängt stark davon ab, wie präzise Ihre Anfrage ist. Diese Fragen helfen:
Checkliste: Das brauchen Sie vor der Angebotsanfrage
- Wie viele Produkte starten Sie mit, wie viele in 2 Jahren?
- Haben Sie Produktvarianten (Farbe, Größe, Material)?
- Brauchen Sie B2B-Funktionen (Netto-Preise, Kundengruppen)?
- Welches Lager- oder ERP-System nutzen Sie aktuell?
- Wie wichtig ist Ihnen SEO-Traffic gegenüber bezahlter Werbung?
- Wer pflegt Produkte und Content nach dem Launch?
- Was ist Ihr monatliches Budget für Betrieb und Weiterentwicklung?
- Haben Sie eine bestehende Markenidentität (Farben, Fonts, Logo-Dateien)?
Mit diesen Antworten kann eine Agentur ein belastbares Angebot erstellen - und Sie können Äpfel mit Äpfeln vergleichen, wenn Sie mehrere Offerten einholen.
Der Aufbau kostet einmal. Der Betrieb kostet monatlich. Die Entscheidung, auf ein zu billiges System zu setzen, zahlen Sie meist doppelt. Wer das von Anfang an einplant, trifft bessere Systementscheidungen - und ist nach zwei Jahren nicht auf der Suche nach einer neuen Agentur, die den Vorgänger-Shop rettet.
Ein WooCommerce-Shop startet technisch kostenlos, weil die Software selbst gratis ist. In der Praxis rechnen Sie mit 4.500 bis 9.000 Euro netto für professionelles Setup durch eine Agentur - das umfasst Hosting-Einrichtung, Theme, rechtliche Grundausstattung und Grundkonfiguration für den deutschen Markt. Laufend kommen 150-300 Euro pro Monat für Hosting, Plugins und Wartung dazu. Das hängt von Ihrem Umsatz ab. Shopify Basic kostet 33 Euro pro Monat plus 1,5-1,8% Transaktionsgebühr auf jeden Verkauf. Bei 2.000 Euro Monatsumsatz summiert sich das schnell auf 60-70 Euro zusätzliche Gebühren. WooCommerce hat keine Transaktionsgebühr, erfordert aber mehr technischen Aufwand und damit höhere Agenturkosten. Ab etwa 5.000 Euro Monatsumsatz wird WooCommerce in der Gesamtberechnung meist günstiger. Ein einfacher WooCommerce-Shop läuft für 80-200 Euro pro Monat - das beinhaltet Hosting, Domain, SSL, Plugin-Lizenzen und einen Wartungsvertrag. Ein professioneller Shop mit SEO-Tools, Marketing-Automatisierung und regelmäßigem Content liegt bei 300-800 Euro. Ein großer Shopware-Shop mit Lizenzen, Hosting und Agentur-Retainer kann 2.000-5.000 Euro pro Monat kosten. Für absolute Einsteiger mit kleinem Budget empfehle ich Shopify - es ist sofort einsatzbereit, hat guten deutschen Support und erfordert keine technischen Kenntnisse. Wer langfristig Flexibilität und keine Transaktionsgebühren will, ist mit WooCommerce besser beraten - braucht aber entweder technisches Know-how oder ein verlässliches Agenturteam. Shopware ist erst ab mittelgroßen Projekten (30.000+ Euro Budget) sinnvoll. Die Shopware Community Edition ist kostenlos bis 1 Million Euro Jahresumsatz. Ab da beginnt die Rise-Edition bei 600 Euro pro Monat Lizenzgebühr. Hinzu kommen Hosting (150-500 Euro/Monat), Agenturkosten für den Aufbau (15.000-75.000 Euro) und laufende Wartung. Ein vollständig konfigurierter Mittelstands-Shop mit ERP-Anbindung kostet realistisch 35.000-90.000 Euro in der Aufbauphase. Pflicht sind: Impressum, Datenschutzerklärung, AGB und Widerrufsbelehrung. Spezialisierte Anbieter wie IT-Recht Kanzlei oder eRecht24 bieten Abo-Modelle ab 9-30 Euro pro Monat an, die bei Gesetzesänderungen automatisch aktualisiert werden. Einmalige AGB-Erstellung durch einen Anwalt kostet 300-600 Euro. Achtung: 2026 gelten neue Anforderungen durch GPSR (seit Februar) und der Widerrufsbutton-Pflicht (seit Juni 2026). Ich bin Webentwickler, kein Rechtsanwalt - lassen Sie Ihre Rechtstexte von einem Fachanwalt prüfen. Ein B2B-Shop mit Kundengruppen, Staffelpreisen, Netto-Preisanzeige und ERP-Anbindung (JTL, SAP, Dynamics) startet realistisch bei 20.000 Euro und liegt häufig bei 40.000-90.000 Euro Gesamtbudget. Die ERP-Integration allein kostet je nach System 3.000-20.000 Euro. Dazu kommen monatliche Lizenz- und Hostingkosten von 800-3.000 Euro, abhängig von der gewählten Plattform. Mit Shopify Starter (5 Euro/Monat) oder WooCommerce auf günstigem Shared Hosting kann man technisch für unter 100 Euro starten. Aber: Ein rechtskonformer deutscher Shop braucht Rechtstexte (50-200 Euro/Jahr), ein nutzbares Theme (0-200 Euro) und Zeit für die Einrichtung. Realistisch sind 500-1.500 Euro Startkosten für eine Eigenregie-Lösung. Wer Agentur-Qualität braucht, kommt an 4.000 Euro nicht vorbei.Häufige Fragen
Was kostet ein Onlineshop mit WooCommerce 2026?
Ist Shopify oder WooCommerce günstiger?
Was kostet ein Onlineshop pro Monat im Betrieb?
Welches System ist für einen Einsteiger-Shop am besten geeignet?
Was kostet Shopware 6 für einen Mittelstandsbetrieb?
Welche Rechtskosten fallen für einen deutschen Onlineshop an?
Was kostet ein B2B-Onlineshop mit ERP-Anbindung?
Kann man einen Onlineshop unter 1.000 Euro aufbauen?
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