SEO-Audit fuer Shops: 20 Pruefpunkte
Eine konkrete Liste mit 20 Pruefpunkten fuer das SEO-Audit deines Online-Shops: Indexierung, Sitemap, URL-Struktur, Kategorietexte, Schema, Core Web Vitals und Weiterleitungen. Punkt fuer Punkt durchgehen und wissen, was zu tun ist.
Starte mit Indexierung und robots-Datei, erst danach die Details
Kategorietexte und einzigartige Beschreibungen wiegen schwerer als gedacht
Duplikate aus Filtern und Paginierung per Canonical begrenzen
Core Web Vitals und Mobile sind Pflicht, kein Extra
Server-Logs zeigen, was der Google-Bot wirklich besucht
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Warum ein SEO-Audit fuer den Shop sinnvoll ist
Ein Online-Shop hat hunderte, manchmal tausende Unterseiten: Produkte, Kategorien, Filter, Warenkorb-Seiten. Jede davon kann bei Google gut oder schlecht sichtbar sein, und das Problem sitzt selten an einer Stelle, sondern verteilt sich ueber den ganzen Shop. Ein SEO-Audit ist das geordnete Abarbeiten der Punkte, die wirklich ueber die Sichtbarkeit entscheiden, damit du statt zu raten eine konkrete Liste mit Aufgaben hast.
Unten findest du 20 Punkte, die ich in jedem Shop pruefe. Die Reihenfolge ist kein Zufall: Wir starten beim Fundament, also ob Google deine Seiten ueberhaupt sieht, und enden beim Detail wie den Daten in den Server-Logs. Du kannst die Liste selbst mit der Search Console und einem Crawler durchgehen oder das Audit vergeben, aber in beiden Faellen solltest du wissen, was genau geprueft wird und warum.
Bevor du startest, halte den Ist-Zustand fest: Zahl der indexierten Seiten, durchschnittliche Position und organischer Traffic aus der Search Console. Ohne den Wert "vorher" kannst du nicht beweisen, dass die Fixes gewirkt haben, und genau diese Zahlen ueberzeugen, dass sich der Aufwand gelohnt hat.
Punkte 1-5: das Fundament der technischen Sichtbarkeit
Die ersten fuenf Punkte sind das Fundament. Wenn hier etwas nicht stimmt, ist der Rest der Liste egal, weil Google den Shop entweder nicht sieht oder in falscher Form.
Indexierung, robots, Sitemap, URL, Kategorien
- Indexierung: prüfe in der Search Console, wie viele Seiten indexiert sind, und vergleiche mit der Zahl, die der Shop haben sollte
- robots.txt: stelle sicher, dass du nicht versehentlich Kategorien, Produkte oder die fuer Google noetigen CSS- und JS-Dateien sperrst
- XML-Sitemap: prüfe, ob die Sitemap existiert, in der Search Console eingereicht ist und nur Seiten enthaelt, die indexiert werden sollen
- URL-Struktur: Adressen kurz, lesbar, mit Keyword, ohne Session-Parameter und ohne Umlaute oder Sonderzeichen
- Kategoriestruktur: ein logischer Kategoriebaum, maximal drei Ebenen tief, jede wichtige Kategorie in wenigen Klicks erreichbar
Der haeufigste Fehler in dieser Gruppe sind Seiten, die durch ein versehentliches noindex oder eine Sperre in der robots-Datei aus Google verschwunden sind. Der zweite ist eine Sitemap voller Muell: Warenkorb-, Danke- und Suchergebnisseiten, die das Crawl-Budget verschwenden. Der dritte ist eine flache oder chaotische Kategoriestruktur, in der wichtige Seiten fuenf Klicks von der Startseite entfernt liegen und der Bot sie selten erreicht.
Punkte 6-10: Inhalt, Meta und Duplikate
Die zweite Fuenfergruppe betrifft, wie Seiten beschrieben sind und ob sie sich nicht gegenseitig kopieren. Dieser Bereich wird in Shops am haeufigsten vernachlaessigt, weil man Produkte beschreibt und die Kategorien vergisst.
Meta, Ueberschriften, Kategorietexte, Duplikate, Paginierung
- Meta-Title und Description: jede wichtige Seite hat einen einzigartigen Titel mit Keyword und eine Beschreibung, die zum Klick einlaedt, ohne Vorlage zu kopieren
- Ueberschriften: ein H1 pro Seite, eine logische Hierarchie aus H2 und H3, Ueberschriften beschreiben den Inhalt und sind nicht nur Deko
- Kategorietexte: jede Hauptkategorie hat eine einzigartige Beschreibung (ein paar Saetze bis ein Absatz) mit natuerlich genutztem Keyword
- Duplicate Content: prüfe, ob Produktbeschreibungen nicht eins zu eins vom Hersteller kopiert sind und ob sich Kategorien nicht wiederholen
- Paginierung: Listing-Seiten (2, 3, 4 ...) haben korrekte Adressen und erzeugen keine hunderte duennen, fast leeren Duplikate
Kategorietexte sind der Punkt, der am meisten bringt und am haeufigsten fehlt. Eine Kategorieseite ist oft die staerkste Seite im Shop fuer Kauf-Keywords wie "Wanderschuhe Damen", und trotzdem ist sie oft leer: nur eine Produktliste ohne ein Wort Text. Ein paar Saetze einzigartiger Inhalt auf den Hauptkategorien koennen sie in wenigen Wochen nach oben bewegen.
Produktbeschreibungen eins zu eins von der Herstellerseite kopiert sind ein Klassiker, der den Shop leise erstickt. Hunderte Shops haben denselben Text, also hat Google keinen Grund, ausgerechnet deinen zu zeigen. Bei grossem Katalog startest du mit dem Umschreiben der Bestseller und der wichtigsten Kategorien, nicht alles auf einmal.
Punkte 11-15: strukturierte Daten und Performance
Die dritte Fuenfergruppe verbindet strukturierte Daten (Schema), die Google beim Verstehen der Seite helfen, mit der Performance, die heute Pflicht ist und kein Extra.
Schema, Core Web Vitals, Mobile, Verlinkung, Alt
- Strukturierte Daten: Produkte haben Product-Schema mit Preis und Verfuegbarkeit, Bewertungen haben Review-Schema, damit in Google Sterne und Preis erscheinen
- Core Web Vitals: LCP bis 2,5 s, INP bis 200 ms, CLS bis 0,1, gemessen an Felddaten aus der Search Console, nicht nur im Test
- Mobile Version: der Shop laeuft bequem am Handy, Buttons sind gross, Text lesbar, nichts schiebt sich ueber den Bildschirmrand
- Interne Verlinkung: wichtige Kategorien und Produkte haben Links von anderen Seiten, sie sind keine Waisen, auf die niemand verlinkt
- Alt-Attribute der Bilder: Produktfotos haben beschreibenden Alt-Text, das hilft bei der Google-Bildersuche und der Barrierefreiheit
Grenzwerte, die du im Audit prüfst
| Core-Web-Vitals-Kennzahl | Gut | Verbesserungsbedarf | Schlecht |
|---|---|---|---|
| LCP (Laden des Inhalts) | bis 2,5 s | 2,5 - 4 s | ueber 4 s |
| INP (Reaktion auf Klick) | bis 200 ms | 200 - 500 ms | ueber 500 ms |
| CLS (Stabilitaet des Layouts) | bis 0,1 | 0,1 - 0,25 | ueber 0,25 |
Strukturierte Daten sind ein schneller Gewinn, weil sie das Aussehen des Treffers in Google verbessern, selbst wenn die Position gleich bleibt. Bewertungssterne und Preis im Treffer heben die Klickrate, und eine hoehere Klickrate bedeutet mehr Traffic aus derselben Position. Bei WooCommerce ergaenzt das SEO-Plugin das Product-Schema meist automatisch, prüfe die Korrektheit aber im Test fuer Rich-Suchergebnisse von Google.
Punkte 16-20: saubere Adressen und Analytics-Daten
Die letzte Fuenfergruppe ist Ordnung in den Adressen (Canonical, Hreflang, Fehler, Weiterleitungen) plus zwei Quellen harter Daten: Search Console und Server-Logs. Sie sagen dir, was wirklich zwischen Shop und Google-Bot passiert.
Canonical, Hreflang, 404, Weiterleitungen, GSC, Logs
- Canonical: jede Seite zeigt auf ihre eigene kanonische Adresse, und Varianten aus Filtern und Sortierung zeigen auf die Hauptseite der Kategorie
- Hreflang: hat der Shop Sprach- oder Laenderversionen, verbinden Hreflang-Tags die Entsprechungen korrekt, ohne Fehler und ohne Schleife
- 404-Seiten: finde Adressen, die einen 404-Fehler zurueckgeben, und stelle entweder den Inhalt wieder her oder leite auf die naechste sinnvolle Entsprechung um
- Weiterleitungen: Ketten und Schleifen auf einen Sprung kuerzen, fuer dauerhafte Aenderungen 301 nutzen, nicht 302
- Search Console: prüfe den Leistungsbericht (Keywords, Klickrate) und den Seitenbericht, finde Seiten mit Impressionen ohne Klicks
- Server-Logs: prüfe, welche Seiten der Google-Bot oft besucht und welche er auslaesst, und ob er kein Budget auf Muell-Adressen verschwendet
Canonical und Weiterleitungen sind der Bereich, in dem Shops leise an Kraft verlieren. Filter fuer Farbe, Groesse und Sortierung erzeugen oft hunderte Adressen mit fast identischem Inhalt. Ohne korrektes Canonical indexiert Google sie alle und verteilt die Kraft auf Duplikate, statt sie auf einer starken Kategorieseite zu buendeln.
Server-Logs sind der Punkt, den die meisten Audits auslassen, der aber die haertesten Daten liefert. Sie zeigen, was der Google-Bot real besucht, wie oft und ob er keine Zeit (kein Crawl-Budget) auf Filter-Adressen oder Fehlerseiten verliert. Bei einem grossen Shop sieht man genau hier, warum neue Produkte lange auf die Indexierung warten: Der Bot bleibt in tausenden Muell-Adressen stecken, statt die wertvollen Seiten zu erreichen.
Wie du die Arbeit nach dem Audit ordnest
Die Liste allein ist nur die Diagnose. Nach den 20 Punkten hast du eine Sammlung von Problemen, die du nach einem Prinzip ordnest: zuerst, was die Sichtbarkeit blockiert, dann, was sie verbessert, zuletzt die Kosmetik.
- Zuerst freischalten: behebe Indexierung, robots, noindex und falsche Canonicals, denn ohne das wirkt der Rest nicht.
- Dann staerken: ergaenze Kategorietexte, optimiere Meta, beseitige Duplikate, baue interne Verlinkung aus.
- Zuletzt feinschleifen: Schema, Alt-Texte, Core Web Vitals auf gruene Werte, Ordnung bei den Weiterleitungen.
Diese Reihenfolge bringt den schnellsten Effekt fuer den geringsten Aufwand. Es bringt nichts, Meta-Beschreibungen zu polieren, wenn die Seite per robots gesperrt ist, und es lohnt nicht, um die letzten 0,3 Sekunden LCP zu kaempfen, wenn die Haelfte der Kategorien gar keinen Text hat.
Wenn du diesen Prozess an einem konkreten Shop durchgehen willst, mache ich das bei DawidWeb regelmaessig: Audit nach der Liste mit 20 Punkten, ein Bericht mit Prioritaeten und die Umsetzung der Fixes von Indexierung und Kategorietexten bis Core Web Vitals und Weiterleitungen. Webseiten und Shops baue ich ab 600 Euro, habe ueber 120 Projekte hinter mir, und ein Angebot fuer ein konkretes Audit oder eine Umsetzung bekommst du innerhalb von 24 Stunden.
Häufige Fragen
Wie lange dauert ein SEO-Audit fuer einen Shop und was kostet es?
Ein sinnvolles Audit fuer einen mittelgrossen Shop dauert meist ein bis drei Arbeitstage, je nach Zahl der Produkte und Kategorien. Der Preis liegt haeufig zwischen 600 und 1600 Euro. Die Liste mit 20 Punkten kannst du selbst an einem Tag durchgehen, wenn du Zugriff auf die Search Console und ein Crawling-Tool hast. Die bezahlte Umsetzung der Fixes ist ein eigener Schritt, den ich nach dem Audit kalkuliere.
Welche Tools brauche ich fuer ein SEO-Audit im Shop?
Das Minimum sind die Google Search Console und ein Crawler wie Screaming Frog (bis 500 URLs kostenlos) oder Sitebulb. Fuer Core Web Vitals nutzt du PageSpeed Insights und den Bericht in der Search Console. Hilfreich ist ein SEO-Plugin im Shop, bei WooCommerce meist Rank Math oder Yoast. Die Server-Logs laedst du im Hosting-Panel herunter. Mehr brauchst du nicht, um die ganze Liste abzuarbeiten.
Was sollte ich zuerst pruefen?
Starte mit Indexierung und robots-Datei, denn sie entscheiden, ob Google deine Seiten ueberhaupt sieht. Es bringt nichts, Meta-Beschreibungen auf einer Seite zu optimieren, die per robots gesperrt ist oder auf noindex steht. Die Reihenfolge der Liste ist kein Zufall: Sie geht vom Fundament (ist die Seite sichtbar) zum Detail (ist sie gut beschrieben).
Lohnt ein SEO-Audit bei einem kleinen Shop mit wenigen Produkten?
Ja, in verkuerzter Form. Beim kleinen Shop fallen Skalenprobleme wie tausende Filter-Duplikate weg, das Fundament bleibt aber dasselbe: Indexierung, URL-Struktur, Kategorietexte, Core Web Vitals und Mobile. Die Liste durchzugehen kostet dich dann ein paar Stunden und faengt Fehler ab, die sonst das Wachstum ueber Monate blockieren.
Wie oft sollte ich das SEO-Audit wiederholen?
Ein volles Audit einmal pro Jahr oder nach groesseren Aenderungen wie einem Shop-Relaunch, einem Domainumzug oder einem Theme-Wechsel. Eine kleinere Pruefung, vor allem Indexierung, Core Web Vitals und 404-Fehler, lohnt jedes Quartal. Nach jeder Migration ist ein Audit Pflicht, denn genau dann gehen am haeufigsten Weiterleitungen verloren und der Shop verliert ueber Nacht Rankings.
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