Professionelle Firmenwebsite 2026: was sie kostet, wie der Ablauf ist und worauf Sie achten müssen
Was eine professionelle Firmenwebsite 2026 kostet und wie der Ablauf von Briefing bis Go-live aussieht: ehrliche Preisrahmen von 1.500 bis über 15.000 Euro, fünf Projektphasen, laufende Kosten und worauf Sie bei jedem Angebot achten müssen.
Wenn Sie zum ersten Mal Angebote für eine Firmenwebsite einholen, fühlt sich das oft an wie ein Blindflug. Der eine ruft 1.800 Euro auf, der nächste 9.000, eine Agentur nennt am Telefon gar keine Zahl, sondern will erst einen Workshop verkaufen. Und nirgends steht klar, wie lange das Ganze dauert und was am Ende wirklich Ihnen gehört. Genau diese Unsicherheit will ich Ihnen mit diesem Leitfaden nehmen.
Ich bin Dawid Dudziński, seit dreizehn Jahren WordPress- und WooCommerce-Entwickler, über 120 Projekte zwischen Hamburg und Poznań, die meisten davon für kleine und mittlere Betriebe in Deutschland. Hier bekommen Sie beides an einem Ort: was eine professionelle Website 2026 ehrlich kostet und wie das Projekt Schritt für Schritt abläuft. Am Ende sollen Sie ein Angebot, das vor Ihnen liegt, selbst einschätzen können, ohne Bauchschmerzen und ohne Fachjargon.
Was "professionell" bei einer Firmenwebsite überhaupt bedeutet
Professionell heißt nicht teuer, und teuer heißt nicht automatisch professionell. Eine professionelle Website hat ein eigenes, zu Ihrer Marke passendes Design, lädt schnell, funktioniert auf dem Handy genauso sauber wie am Desktop und ist so gebaut, dass Sie und Google sie verstehen. Sie erfüllt die rechtlichen Pflichten und lässt sich pflegen, ohne dass Sie für jede Kommaänderung den Entwickler anrufen müssen.
Das Gegenteil sieht man leider oft: ein gekauftes Standard-Theme, mit Stockfotos vollgestopft, drei Sekunden Ladezeit, kein Kontaktpfad, kein Tracking. Ein Digital-Audit aus 2026 hat gezeigt, dass 82 Prozent der KMU-Websites mindestens drei von fünf kritischen Bausteinen fehlen: mobile Architektur, klare Conversion-Pfade, SEO-Grundlagen, Tracking und KI-Readiness. Eine professionelle Website ist deshalb keine Kostenstelle, sondern das Werkzeug, mit dem aus Besuchern Anfragen werden.
Was eine professionelle Firmenwebsite 2026 kostet
Kommen wir zur Frage, die Sie hierher gebracht hat. Ich teile Websites in drei Typen ein, weil sich daran der Preis am ehrlichsten festmachen lässt. Eine Visitenkarten-Website mit drei bis fünf Seiten, individuell gestaltet, aber ohne Spielereien, liegt 2026 bei 1.500 bis 3.000 Euro. Eine Business-Website mit mehreren Unterseiten, durchdachter Struktur, sauberer SEO-Grundlage und gepflegten Inhalten kostet 5.000 bis 12.000 Euro. Eine Premium-Website mit Strategie, Mehrsprachigkeit, aufwendigen Funktionen oder Schnittstellen beginnt ab 15.000 Euro und kann je nach Umfang deutlich darüber liegen.
Diese Spannen decken sich mit dem, was der Markt aufruft. Branchenquellen nennen für eine solide Business-Website 4.000 bis 8.000 Euro, größere Unternehmenswebsites mit Strategie und SEO landen bei 25.000 bis 60.000 Euro. Die wichtigsten Preistreiber sind die Anzahl der Seiten, die Tiefe des Designs und ob Inhalte mitgeliefert werden. Texte für eine Website mit zehn Seiten kosten schnell 2.000 bis 5.000 Euro extra, ein Fotoshooting 500 bis 2.000 Euro. Wer Texte und Bilder selbst liefert, drückt den Preis spürbar. Mehr zu meinen Paketen finden Sie auf der Seite Webseiten erstellen lassen.
Drei Website-Typen im Vergleich
| Typ | Preisrahmen 2026 | Für wen |
|---|---|---|
| Visitenkarte (3 bis 5 Seiten) | 1.500 bis 3.000 Euro | Solo-Selbstständige, kleine Betriebe, klarer Auftritt |
| Business-Website (8 bis 15 Seiten) | 5.000 bis 12.000 Euro | KMU mit Anspruch, SEO und Conversion-Fokus |
| Premium (Strategie, mehrsprachig) | ab 15.000 Euro | Mittelstand, internationale Ausrichtung, komplexe Funktionen |
| Reine Texterstellung (10 Seiten) | 2.000 bis 5.000 Euro | optional, wenn Sie keine eigenen Texte haben |
| Professionelles Fotoshooting | 500 bis 2.000 Euro | optional, eigene Bilder statt Stockfotos |
Ein seriöses Angebot nennt Ihnen einen konkreten Preis oder einen engen Rahmen. Wer Ihnen nach dem ersten Gespräch keine Hausnummer geben kann oder will, hat den Umfang entweder nicht verstanden oder will ihn bewusst offen halten.
Der Ablauf: die fünf Phasen vom Briefing bis zum Go-live
Ein gutes Website-Projekt folgt einer klaren Struktur, und die ist über alle Anbieter hinweg erstaunlich ähnlich. Es gibt fünf Phasen, und wenn Sie die kennen, merken Sie sofort, ob Ihr Anbieter sauber arbeitet oder einfach drauflosbastelt. Die Gesamtdauer für eine typische KMU-Website liegt vom Erstgespräch bis zum Launch bei sechs bis zwölf Wochen, sehr einfache Seiten gehen schneller, große Projekte mit Shop oder mehreren Sprachen dauern drei bis vier Monate.
Ich gehe die Phasen gleich einzeln durch. Wenn Sie tiefer einsteigen wollen, habe ich dazu einen eigenen Leitfaden geschrieben: Website-Projekt-Ablauf 2026, die fünf Phasen vom Briefing bis Go-live.
Die fünf Phasen mit realistischer Dauer
- Briefing und Analyse (1 bis 2 Wochen): Ziele, Zielgruppe, Wettbewerb, technische Anforderungen werden festgehalten.
- Konzept und Struktur (1 bis 2 Wochen): Seitenstruktur, Inhalte und Navigation werden geplant, bevor irgendetwas designt wird.
- Design (1 bis 3 Wochen): Layout, Farben, Typografie und Bildsprache entstehen, meist zuerst für Startseite und eine Unterseite.
- Entwicklung (2 bis 4 Wochen): Das Design wird in WordPress umgesetzt, Inhalte eingepflegt, Funktionen gebaut.
- Test und Go-live (etwa 1 Woche): Prüfung auf allen Geräten, rechtliche Checks, dann der Wechsel auf die echte Domain.
Phase 1: Briefing und Analyse
Hier klären wir, was die Website überhaupt leisten soll. Sollen Anfragen kommen, soll sie Vertrauen aufbauen, soll sie Bewerbungen bringen? Wir schauen auf Ihre Zielgruppe, Ihre Mitbewerber und auf technische Punkte wie bestehende Domain, E-Mail-Postfächer und vorhandene Inhalte. Diese Phase wird oft unterschätzt, dabei entscheidet sie über alles, was danach kommt. Eine Stunde gutes Briefing spart später Tage an Korrekturschleifen.
Phase 2: Konzept und Struktur
Bevor auch nur ein Pixel gestaltet wird, planen wir die Seitenstruktur. Welche Seiten braucht es, was steht wo, wie findet der Besucher in drei Klicks zum Kontakt? Diese Informationsarchitektur ist das Skelett der Website. Wer diesen Schritt überspringt und gleich ins Design springt, baut auf Sand und merkt es erst, wenn die Hälfte fertig ist und nichts zusammenpasst.
Phase 3: Design
Jetzt wird es sichtbar. Ich gestalte zuerst die Startseite und eine typische Unterseite, damit Sie die Bildsprache, Farben und das Gefühl beurteilen können, bevor alles ausgerollt wird. Hier sind Feedbackrunden eingeplant, normalerweise zwei. Wichtig ist, dass das Design vom Konzept getrieben ist und nicht umgekehrt: Form folgt Funktion, nicht der Laune des Tages.
Phase 4: Entwicklung
Das freigegebene Design wird in WordPress umgesetzt. Hier entscheidet sich, ob die Website schnell lädt, sauber im Code ist und sich später pflegen lässt. Ich baue so, dass Sie Texte und Bilder selbst ändern können, ohne etwas kaputtzumachen. Parallel werden Ihre Inhalte eingepflegt, Formulare angebunden und das Tracking eingerichtet. Wie das technische Fundament aussieht, hängt stark von der Plattformwahl ab, dazu gleich mehr.
Phase 5: Test und Go-live
Vor dem Launch wird die Website auf Handy, Tablet und Desktop geprüft, Ladezeiten gemessen, Formulare getestet, rechtliche Pflichten abgehakt. Erst wenn alles sitzt, geht die Seite auf die echte Domain. Ein guter Anbieter verschwindet danach nicht, sondern beobachtet die ersten Wochen mit und korrigiert Kleinigkeiten. In dieser Übergangsphase tauchen erfahrungsgemäß noch ein paar Details auf, etwa ein Tippfehler, ein Bild in falscher Größe oder ein Formular, das eine Mail an die falsche Adresse schickt. Das ist normal und gehört zum Projekt dazu. Der häufigste Grund für Verzögerung in der ganzen Kette sind übrigens nicht die Entwickler, sondern fehlende Inhalte auf Kundenseite.
Der Engpass im Projekt sind fast immer Ihre Inhalte. Texte, Logos in guter Auflösung, Produktfotos, Mitarbeiterbilder und Freigaben. Wer dieses Material gleich zu Projektbeginn sammelt, verkürzt das Projekt oft um Wochen.
Festpreis oder Stundensatz: woran Sie ein faires Angebot erkennen
Für ein abgegrenztes Projekt wie eine Firmenwebsite ist der Festpreis fast immer die fairere Wahl. Sie wissen vorher, was es kostet, und das Risiko, dass es länger dauert als gedacht, trägt der Entwickler, nicht Sie. Stundensätze sind sinnvoll, wenn der Umfang von Anfang an unklar ist oder wenn Sie laufend Änderungen wollen, etwa über einen monatlichen Wartungsvertrag mit festem Stundenkontingent.
Zur Einordnung der Marktpreise: Webentwickler-Stundensätze liegen 2026 zwischen 50 und 150 Euro, der durchschnittliche Freelancer-Stundensatz bei rund 100 Euro. Wenn jemand 30 Euro die Stunde aufruft, ist das kein Schnäppchen, sondern ein Warnsignal für fehlende Erfahrung oder versteckte Nachforderungen. Bei Festpreisen achten Sie auf eine klare Leistungsbeschreibung: Wie viele Seiten, wie viele Korrekturrunden, was kostet eine zusätzliche Schleife? Steht das nicht drin, wird genau dort später nachverhandelt.
Vorteile
- Festpreis gibt Ihnen Planungssicherheit, Sie kennen die Endsumme vorab.
- Das Risiko von Mehraufwand liegt beim Entwickler, nicht bei Ihnen.
- Angebote verschiedener Anbieter lassen sich direkt vergleichen.
Nachteile
- Änderungen außerhalb des vereinbarten Umfangs kosten extra, das muss klar geregelt sein.
- Ein zu knapp kalkulierter Festpreis verleitet manche zu Abkürzungen bei der Qualität.
- Bei wirklich offenem Umfang passt ein Stundenmodell mit Kostendeckel manchmal besser.
WordPress oder Baukasten: die Entscheidung mit den größten Folgen
Die Plattformwahl ist die Entscheidung mit den weitreichendsten Konsequenzen, und sie wird oft am Telefon nebenbei getroffen. Ein Baukasten wie Wix ist günstig im Einstieg, schnell live und ohne technisches Wissen bedienbar. Der Haken kommt später: Wix lässt 2026 keinen vollwertigen Export zu, weder vom Design noch von allen Inhalten. Wenn Sie nach zwei Jahren wechseln wollen, fangen Sie praktisch von vorn an. Das ist der klassische Lock-in.
WordPress dreht das um. Es gehört Ihnen, Sie können jederzeit den Hoster wechseln, ohne eine Seite zu verlieren, und Sie finden weltweit Entwickler, die damit arbeiten. Für eine ernsthafte Business-Website mit SEO-Anspruch und langfristiger Perspektive ist WordPress für die meisten KMU die wirtschaftlich klügere Wahl. Über drei Jahre gerechnet ist der Baukasten am Ende oft teurer, bei schwächerer Performance und ohne echtes Eigentum. Ich habe die ganze Abwägung mit Zahlen in einem eigenen Artikel zusammengetragen: WordPress oder Baukasten 2026, Lock-in, Eigentum und Folgekosten.
WordPress gegen Baukasten
| Kriterium | WordPress | Baukasten (z. B. Wix) |
|---|---|---|
| Eigentum | Code und Inhalte gehören Ihnen | Sie mieten, kein vollwertiger Export |
| Hoster wechseln | jederzeit, ohne Datenverlust | kaum möglich, faktischer Lock-in |
| Einstiegspreis | höher, dafür einmalig | niedrig, aber dauerhaftes Abo |
| SEO und Performance | voll kontrollierbar | eingeschränkt, oft langsamer |
| Wartung | frei wählbar, jeder Entwickler | nur über den Anbieter |
| Langfristige Kosten | planbar, oft günstiger über Jahre | nach drei Jahren häufig teurer |
Eigentum am Code: die Frage, die Sie vor der Unterschrift stellen müssen
Ich erlebe es immer wieder, dass Kunden zu mir kommen, weil sie an ihre eigene Website nicht herankommen. Die alte Agentur hat den Admin-Zugang behalten, die Domain läuft auf den Namen des Dienstleisters, und ein Export ist nicht vorgesehen. Das ist kein Einzelfall, sondern ein Muster. Deshalb gehört diese Frage in jedes Erstgespräch: Was gehört mir nach voller Bezahlung?
Die Antwort sollte schriftlich lauten: Code, Inhalte, Datenbank, der Admin-Zugang, die Domain auf Ihren Namen und ein Export-Recht. Bei manchen Abo-Modellen mieten Sie die Website nur, und mit der Kündigung ist sie weg, samt Texten und Bildern. Das kann im Einzelfall passen, wenn Sie es bewusst wählen, aber es darf Sie nicht überraschen. Lassen Sie sich Eigentum und Zugänge ausdrücklich zusichern, bevor Sie unterschreiben, nicht danach.
Diese Zugänge gehören nach dem Projekt Ihnen
- Admin-Zugang zur Website mit voller Berechtigung
- Domain registriert auf Ihren Namen, nicht auf den des Dienstleisters
- Zugang zum Hosting-Konto oder zumindest ein Backup-Export
- Der vollständige Code und die Datenbank als Sicherung
- Alle eingebrachten Inhalte: Texte, Bilder, Grafiken
Freelancer oder Agentur: wo Sie besser aufgehoben sind
Beide Wege funktionieren, sie passen nur zu unterschiedlichen Bedürfnissen. Eine Agentur bringt ein Team mit, kann mehrere Projekte parallel stemmen und hat Vertretungsregeln, falls jemand ausfällt. Das kostet mehr, weil Projektleitung, Büro und Overhead im Preis stecken. Ein erfahrener Freelancer ist günstiger, Sie haben einen direkten Ansprechpartner ohne Zwischenebene und kurze Entscheidungswege. Der Preis dafür: Sie hängen an einer Person.
Für die meisten KMU-Websites im Bereich 5.000 bis 12.000 Euro ist ein eingespielter Freelancer oder eine kleine Agentur die beste Mischung. Sie bekommen die Qualität einer Agentur ohne den Aufschlag und reden mit dem, der auch baut. Worauf es wirklich ankommt, ist nicht die Rechtsform, sondern Referenzen, Erreichbarkeit und ein klarer Vertrag. Fragen Sie nach drei vergleichbaren Projekten und rufen Sie dort an. Ein gutes Gespräch mit einem ehemaligen Kunden sagt mehr als jede Hochglanz-Präsentation. Wenn Sie unsicher sind, schreiben Sie mich einfach über die Kontaktseite an, ich sage Ihnen ehrlich, ob ich der Richtige für Ihr Projekt bin.
Die rechtlichen Pflichten 2026: was Ihre Website können muss
Hier wird es 2026 ernster als noch vor zwei Jahren, deshalb gehe ich ins Detail. Vorweg, weil es wichtig ist: Ich bin Webentwickler und kein Anwalt oder Steuerberater. Die technische Umsetzung der Pflichten übernehme ich, die rechtliche Bewertung im Zweifel eine Fachkanzlei. Die Grundlagen sind ein korrektes Impressum nach dem DDG (das hat das alte TMG abgelöst), eine Datenschutzerklärung nach DSGVO und ein sauberer Cookie-Banner nach dem TDDDG (so heißt das frühere TTDSG seit Mai 2024).
Neu und für viele unterschätzt ist das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz, kurz BFSG. Es gilt seit dem 28. Juni 2025, und 2026 zeigt es seine Wirkung: Aufsichtsbehörden kontrollieren aktiv, Abmahnungen häufen sich. Betroffen sind viele B2C-Websites mit Interaktion wie Kontaktformular, Buchung, Shop oder Downloads. Sie müssen barrierefrei nach dem Standard WCAG 2.1 Level AA sein. Ausgenommen sind nur echte Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und unter zwei Millionen Euro Umsatz ohne Verbraucherdienste. Verstöße können Bußgelder bis 100.000 Euro nach sich ziehen, eine Abmahnung kostet typischerweise 1.500 bis 3.000 Euro. Ein praktischer Punkt nebenbei: Verweise auf die alte OS-Plattform der EU im Impressum sind inzwischen überholt und sollten raus, weil sie selbst zur Abmahnfalle geworden sind.
Wenn Ihre Website ein Kontaktformular, eine Terminbuchung oder einen Shop hat und Sie an Verbraucher verkaufen, fällt sie sehr wahrscheinlich unter das BFSG. Prüfen Sie das früh, denn Barrierefreiheit baut man am günstigsten von Anfang an ein, nicht nachträglich.
Technik und SEO: was 2026 über Erfolg entscheidet
Eine schöne Website, die niemand findet, ist ein teures Plakat im Keller. Deshalb gehört die technische Grundlage zur Professionalität dazu. Der wichtigste Hebel ist die Ladezeit. Google misst die Core Web Vitals und lässt sie direkt ins Ranking einfließen. Der Zielwert für den Largest Contentful Paint liegt unter 2,5 Sekunden. Wer langsamer ist, verliert Besucher, bevor der erste Satz gelesen ist: jede zusätzliche Sekunde kostet rund zwölf Prozent Conversions.
Dazu kommt, dass die meisten Ihrer Besucher mit dem Handy unterwegs sind. Mobile First ist kein Trend mehr, sondern die Voraussetzung. Und 2026 kommt ein neuer Faktor dazu: KI-Suche. Immer mehr Menschen lassen sich von KI-Assistenten Empfehlungen geben, und die ziehen ihre Antworten aus sauber strukturierten Websites. Eine technisch ordentliche Seite mit klarer Struktur und gutem Inhalt wird dort eher genannt. Wie ich Websites für Suchmaschinen und KI aufbaue, beschreibe ich auf der Seite SEO-Optimierung. Wenn Sie statt einer reinen Firmenwebsite verkaufen wollen, finden Sie unter Online-Shops die passenden Informationen.
Die laufenden Kosten: der Posten, den niemand gern hört
Die Website ist kein Möbelstück, das man einmal kauft und dann zwanzig Jahre stehen lässt. Sie braucht laufende Pflege, und das kostet. Rechnen Sie mit 60 bis 200 Euro pro Monat. Darin stecken das Hosting (etwa 5 bis 30 Euro), die Domain (1 bis 2 Euro im Monat), Lizenzen für Premium-Plugins und Themes und vor allem die Wartung. Das SSL-Zertifikat ist über Let's Encrypt fast immer kostenlos, da brauchen Sie nichts extra zu zahlen.
Der wichtigste Posten ist die Wartung. WordPress, Themes und Plugins bekommen ständig Updates, oft aus Sicherheitsgründen. Wer die nicht einspielt, riskiert eine gehackte Seite, und das räumt man nicht in einer Stunde auf. Dazu kommen Backups, regelmäßige Checks und kleine Inhaltsanpassungen. Ein Wartungsvertrag von 50 bis 200 Euro im Monat schützt vor Totalausfall, Hackerangriffen und schleichendem Ranking-Verlust. Übers Jahr sind das 500 bis 2.000 Euro für den laufenden Betrieb, gut investiert gegen die deutlich höheren Kosten eines Ausfalls.
Branchen-Beispiele aus der Praxis
Damit die Zahlen greifbar werden, drei typische Fälle aus meiner Arbeit. Eine Handwerksfirma aus dem Hamburger Umland wollte raus aus ihrem alten Baukasten, weil sie die Telefonnummer nicht selbst ändern konnte. Wir haben eine schlanke Business-Website mit sechs Seiten, Kontaktformular und lokalem SEO gebaut, im unteren fünfstelligen Bereich. Nach drei Monaten kamen die ersten Anfragen über Google statt nur über Empfehlung.
Ein zweites Beispiel: eine Steuerberaterin brauchte vor allem Vertrauen und eine saubere rechtliche Basis. Bei ihr lag der Aufwand weniger im Design als in der korrekten Umsetzung von Impressum, Datenschutz und Barrierefreiheit, weil über das Kontaktformular Verbraucherdaten laufen. Und ein Möbelhersteller, den ich seit Jahren betreue, ist von einer Visitenkarte über eine Business-Website bis zum Shop gewachsen, Schritt für Schritt, weil die WordPress-Basis das mitgemacht hat, ohne dass wir je von vorn anfangen mussten. Genau das ist der Vorteil einer Plattform, die Ihnen gehört. Weitere Beispiele und meine Arbeitsweise sehen Sie im Blog.
Die häufigsten Fehler, die Sie Geld kosten
Zum Schluss die Stolperstellen, die ich am häufigsten sehe. Der teuerste Fehler ist, nur auf den Preis zu schauen. Das billigste Angebot wird oft das teuerste, weil Nachbesserung, fehlendes Eigentum oder eine schlechte Grundlage später draufgehen. Der zweite Fehler ist, die Inhalte zu unterschätzen: Eine Website ohne gute Texte und Bilder bleibt leer, egal wie schön sie gebaut ist.
Der dritte ist, die laufenden Kosten zu ignorieren und dann nach einem Jahr mit einer veralteten, ungepflegten Seite dazustehen. Der vierte ist, das Eigentum nicht zu klären und festzustellen, dass man an die eigene Website nicht herankommt. Und der fünfte ist, zu glauben, mit dem Go-live sei man fertig. Eine Website ist ein lebendes Werkzeug, das gepflegt und verbessert wird. Wer das von Anfang an einplant, baut nicht nur eine Website, sondern eine, die über Jahre Anfragen bringt.
Holen Sie zwei bis drei Angebote ein und vergleichen Sie nicht nur die Endsumme, sondern den Umfang: Wie viele Seiten, welche rechtlichen Pflichten sind abgedeckt, gehört mir am Ende alles, wie sehen Wartung und Folgekosten aus. Das günstigste Angebot ist selten das wirtschaftlichste.
Das hängt vom Typ ab. Eine schlanke Visitenkarten-Website mit drei bis fünf Seiten kostet 2026 zwischen 1.500 und 3.000 Euro. Eine richtige Business-Website mit individuellem Design, sauberer SEO-Grundlage und mehreren Unterseiten liegt bei 5.000 bis 12.000 Euro. Premium-Projekte mit Strategie, Mehrsprachigkeit, aufwendigen Funktionen oder Schnittstellen starten ab 15.000 Euro und können je nach Umfang deutlich darüber liegen. Bei einem Freelancer zahlen Sie für vergleichbare Leistung in der Regel weniger als bei einer großen Agentur, weil weniger Overhead im Preis steckt. Für eine typische KMU-Website sollten Sie vom Erstgespräch bis zum Go-live mit sechs bis zwölf Wochen rechnen. Eine sehr einfache Visitenkarte kann in zwei bis drei Wochen stehen, größere Projekte mit Mehrsprachigkeit oder Shop ziehen sich über drei bis vier Monate. Der häufigste Grund für Verzögerungen sind nicht der Entwickler, sondern fehlende Inhalte: Texte, Bilder und Freigaben, die auf Kundenseite hängen bleiben. Wer das Material früh liefert, verkürzt das Projekt spürbar. Für ein klar umrissenes Projekt wie eine Firmenwebsite ist der Festpreis fast immer die bessere Wahl. Sie wissen vorher, was es kostet, und das Risiko von Stundenüberschreitung trägt der Entwickler, nicht Sie. Stundensätze liegen 2026 bei Webentwicklern zwischen 50 und 150 Euro, bei Freelancern im Schnitt um die 100 Euro. Nach Stunden lohnt sich nur, wenn der Umfang von Anfang an unklar ist oder Sie laufend Änderungen und Erweiterungen wollen, etwa über einen monatlichen Wartungsvertrag. Für die meisten KMU ist WordPress die wirtschaftlich klügere Wahl. Sie behalten die volle Kontrolle, können den Hoster jederzeit wechseln und verlieren keine Inhalte. Ein Baukasten ist günstig im Einstieg und schnell live, aber Sie sitzen im Lock-in: Wix lässt 2026 keinen vollwertigen Export zu, und wenn Sie später wechseln wollen, bauen Sie effektiv von vorn auf. Für eine ernsthafte Business-Website mit SEO-Anspruch und langfristiger Perspektive empfehle ich klar WordPress. Mindestens ein korrektes Impressum nach dem DDG (das frühere TMG), eine Datenschutzerklärung nach DSGVO und ein sauberer Cookie-Banner nach dem TDDDG. Dazu kommt seit dem 28. Juni 2025 das BFSG: viele B2C-Websites mit Interaktion wie Kontaktformular, Buchung oder Shop müssen barrierefrei nach WCAG 2.1 Level AA sein. Ich bin Webentwickler und kein Anwalt oder Steuerberater, deshalb sollten Sie die rechtlichen Details im Zweifel von einer Fachkanzlei prüfen lassen. Technisch sorge ich dafür, dass die Grundlage stimmt. Das sollten Sie sich schriftlich bestätigen lassen, bevor Sie unterschreiben. Bei WordPress gehören Ihnen nach voller Bezahlung normalerweise der Code, die Inhalte, die Datenbank und alle Zugänge zu Hosting und Domain. Vorsicht ist bei manchen Abo-Modellen geboten, bei denen Sie die Website nur mieten: Kündigen Sie, ist sie weg. Lassen Sie sich Admin-Zugang, Domain-Inhaberschaft und ein Export-Recht ausdrücklich zusichern, dann sind Sie auf der sicheren Seite. Beides hat seine Berechtigung. Eine Agentur bietet ein Team, klare Vertretungsregeln und oft mehr Kapazität für große Projekte, kostet dafür aber mehr, weil Overhead im Preis steckt. Ein erfahrener Freelancer ist günstiger, Sie haben einen direkten Ansprechpartner und kurze Wege, sind aber von einer Person abhängig. Für die meisten KMU-Websites im Bereich 5.000 bis 12.000 Euro ist ein eingespielter Freelancer oder eine kleine Agentur die sinnvollste Mischung aus Preis, Qualität und Erreichbarkeit. Rechnen Sie mit 60 bis 200 Euro pro Monat. Darin stecken Hosting (etwa 5 bis 30 Euro), Domain (1 bis 2 Euro), Premium-Lizenzen für Plugins und Themes sowie die Wartung. Das SSL-Zertifikat ist über Let's Encrypt meist kostenlos. Die Wartung ist der wichtigste Posten: regelmäßige Updates, Backups, Sicherheitschecks und kleine Inhaltsanpassungen. Wer hier spart, riskiert Ausfälle, gehackte Seiten und Ranking-Verluste, die am Ende teurer werden als der Wartungsvertrag.Häufige Fragen
Was kostet eine professionelle Firmenwebsite 2026 wirklich?
Wie lange dauert es, bis meine Website fertig ist?
Festpreis oder Stundensatz, was ist besser für mich?
WordPress oder ein Baukasten wie Wix, was passt zu meinem Betrieb?
Welche rechtlichen Pflichten muss meine Firmenwebsite 2026 erfüllen?
Gehört mir die Website am Ende wirklich, inklusive Code und Inhalten?
Freelancer oder Agentur, wo bin ich besser aufgehoben?
Was sind die laufenden Kosten nach dem Launch?
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