Wenn Sie einen Salon fuehren, kennen Sie das Problem: Der Stuhl steht leer, weil zwei Termine abgesagt wurden, und gleichzeitig steht das Telefon nicht still mit Buchungsanfragen, während Sie eigentlich faerben. Eine Website mit Online-Termin löst genau das. Die Frage ist nur, was sie kostet, und ob sich der Aufwand für einen kleinen oder mittleren Friseursalon wirklich rechnet.

Ich bin Dawid, ich baue seit 13 Jahren Websites, sitze zwischen Hamburg und Poznan und habe schon über 120 Projekte umgesetzt, darunter mehrere für lokale Dienstleister wie Salons und Studios. In diesem Artikel bekommen Sie ehrliche Preisspannen für 2026, einen Vergleich der gängigen Buchungstools mit echten Monatspreisen und eine klare Empfehlung, wo Sie Geld ausgeben sollten und wo nicht. Kein Agentursprech, nur Zahlen, die ich selbst in Angeboten verwende.

Was kostet eine Friseur-Website 2026 wirklich?

Eine saubere, professionell gebaute Friseur-Website kostet 2026 bei einem Freelancer einmalig zwischen 1.800 und 3.200 Euro, sobald ein Online-Buchungssystem dazukommt, liegen Sie bei 2.800 bis 4.500 Euro. Das ist die Spanne, die ich realistisch in Angeboten sehe und auch selbst aufrufe.

Die große Streuung kommt nicht von Willkür, sondern vom Umfang. Eine Onepage-Seite mit Galerie, Oeffnungszeiten und einem Buchungslink zu einem externen Tool ist deutlich günstiger als eine mehrseitige Seite mit eingebettetem Kalender, Team-Profilen, Preisliste und Blog. Der Branchenschnitt für professionell erstellte Websites liegt laut Marktrecherche für 2026 bei rund 2.000 Euro aufwärts, Agenturen rufen für individuelles Design mit Buchungssystem schnell 3.500 bis 10.000 Euro auf.

1.800 - 3.200 EURProfessionelle Friseur-Website ohne Buchung (Freelancer)
2.800 - 4.500 EURWebsite mit integrierter Online-Buchung
ab 3.500 EURAgentur-Loesung mit individuellem Design
ab 49 EUR/MonatBuchungssoftware (Shore, Salonkee)

Warum sitze ich preislich unter der Agentur? Weil ich kein Büro, kein Vertriebsteam und keinen Account-Manager bezahlen muss. Sie reden direkt mit der Person, die die Seite baut. Das spart in der Praxis 30 bis 50 Prozent, ohne dass die Qualität leidet. Mehr zu meinem Ansatz finden Sie auf der Seite Webseiten erstellen lassen.

Welche Funktionen treiben den Preis bei einem Salon?

Den größten Preisunterschied macht die Online-Buchung. Ob Sie nur einen Link zu einem externen Tool setzen oder einen echten Kalender direkt in die Seite einbetten, ist ein Aufwandsunterschied von mehreren hundert Euro. Alles andere baut sich darum herum auf.

Bei Friseur-Projekten sind es typischerweise diese Bausteine, die zaehlen:

Preistreiber bei Friseur-Websites

  • Online-Buchung: Link (günstig) oder eingebetteter Kalender mit Mitarbeiterzuordnung (teurer)
  • Galerie der Arbeiten: einfaches Raster oder kuratierte Vorher-Nachher-Ansicht
  • Team-Seite mit Profilen, Spezialisierungen und einzeln buchbaren Stylisten
  • Preisliste, die sich ohne Entwickler selbst pflegen lässt
  • Mehrsprachigkeit, in Hamburg oft Deutsch plus Englisch
  • Anbindung an ein Kassensystem oder Marketing-Tool
  • Local-SEO-Grundlagen und Anbindung ans Google Unternehmensprofil

Mein Rat aus der Praxis: Fangen Sie nicht mit der teuersten Variante an. Die meisten Salons, mit denen ich gearbeitet habe, brauchen anfangs keinen vollintegrierten Kalender mit Echtzeitsynchronisation. Ein sauberer Buchungslink zu Shore oder Salonkee, prominent platziert, konvertiert genauso gut und kostet ein paar hundert Euro weniger. Erweitern können Sie später immer.

Ein Kontaktformular mit einfacher Anbindung schlägt mit etwa 300 bis 800 Euro zu Buche, ein vollwertiges eingebettetes Buchungssystem mit 1.000 bis 3.000 Euro. Eine Galerie und eine selbst pflegbare Preisliste sind dagegen vergleichsweise günstig, weil sie technisch wenig Aufwand sind.

Online-Buchung: Welche Software lohnt sich für Friseure?

Die wichtigste Entscheidung ist nicht das Website-Design, sondern welches Buchungstool Sie nutzen. Denn das verursacht laufende Kosten Monat für Monat, und die Unterschiede sind erheblich. Ich habe die drei gängigsten Anbieter für den deutschen Markt verglichen.

Buchungssoftware fuer Friseure 2026

AnbieterPreis pro MonatBesonderheit
Treatwellab 39 EUR35 Prozent Provision auf Neukunden über Marktplatz, plus 2 Prozent auf Online-Zahlungen
Shoreab 49,90 EUR (jährlich) bis 59,90 EUR (monatlich)Kalender, Kundendatenbank, bis 5 Mitarbeiter, keine Provision
Salonkeeab 49 EUR plus 499 EUR Setupinkl. Website, SMS-Erinnerung (0,09 EUR/SMS), Warteliste

Treatwell sieht auf den ersten Blick am günstigsten aus, aber Vorsicht. Die 35 Prozent Provision auf jede Neukundenbuchung über den Marktplatz frisst bei einem aktiven Salon schnell mehr Geld als eine feste Monatsgebuehr. In einem vollständigen Kostenvergleich landen Salonkee und Treatwell im Mittelfeld bei rund 266 bis 271 Euro pro Monat, sobald man Kartenzahlungsgebuehren und Provisionen einrechnet. Shore mit fester Gebühr und ohne Provision ist für Salons, die ihre Kunden selbst akquirieren, oft die ehrlichere Rechnung.

Lesen Sie bei jedem Buchungstool das Kleingedruckte zu Provisionen und Zahlungsgebuehren. Ein Anbieter mit 39 Euro Grundpreis kann am Jahresende teurer sein als einer mit 60 Euro Festpreis, wenn Provisionen pro Buchung anfallen.

> Bei einem Salon in Hamburg habe ich nachgerechnet: Treatwell hätte über das Jahr rund 1.400 Euro mehr gekostet als Shore, allein wegen der Neukundenprovision. Die Website war da fast schon die günstigere Investition.

Laufende Kosten: Was zahlen Sie Monat für Monat?

Neben dem einmaligen Aufbau der Website kommen laufende Kosten, und die werden oft unterschätzt. Ohne Buchungstool liegen Sie bei 30 bis 90 Euro im Monat, mit externem Buchungssystem addieren Sie dessen Gebühr obendrauf.

Aufgeschlüsselt sieht das so aus: Hosting kostet bei einem soliden Anbieter 5 bis 20 Euro im Monat, die Domain rund 1 Euro, ein SSL-Zertifikat ist heute meist kostenlos enthalten. Der grossere Posten ist die Wartung. Professionelle WordPress-Pflege mit Updates, Backups und Sicherheitschecks startet realistisch bei 30 Euro im Monat für einfache Seiten und liegt für betreute Business-Sites zwischen 80 und 250 Euro.

5 - 20 EUR/MonatHosting bei solidem Anbieter
~1 EUR/MonatDomain
0 EURSSL-Zertifikat (meist inklusive)
30 - 80 EUR/MonatWordPress-Wartung für kleine Salon-Sites

Brauchen Sie die teure Wartung? Für einen Friseursalon mit einer überschaubaren Seite reicht in der Regel ein Basis-Paket im unteren Bereich. Sie brauchen keine täglichen Malware-Scans wie ein großer Onlineshop. Wichtig ist nur, dass jemand die Updates macht, denn eine veraltete WordPress-Installation ist ein echtes Sicherheitsrisiko. Was eine saubere Betreuung kostet, sehen Sie transparent auf meiner Preisuebersicht.

Pflichtangaben: Impressum, DSGVO und Buchungsdaten

Jede Friseur-Website in Deutschland braucht ein Impressum nach Paragraf 5 DDG und eine Datenschutzerklaerung nach DSGVO, ohne Ausnahme, auch der kleinste Einzelsalon. Ein fehlendes Impressum ist abmahnfaehig, und das ist kein theoretisches Risiko, sondern passiert regelmäßig.

Sobald Sie ein Buchungs- oder Kontaktformular einsetzen, das Namen, Telefonnummern oder E-Mail-Adressen erhebt, wird es etwas anspruchsvoller. Sie brauchen eine korrekte Einwilligung und einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) mit dem Anbieter Ihres Buchungstools. Die guten Anbieter wie Shore oder Salonkee stellen den AVV bereit, Sie müssen ihn nur abschließen und ablegen.

Vorteile

  • Eigene Website macht Sie unabhängig von Provisions-Plattformen
  • Online-Buchung reduziert Telefonzeit und No-Shows messbar
  • Galerie Ihrer Arbeiten wirkt stärker als jedes Stockfoto
  • Volle Kontrolle über Marke, Bilder und Kundendaten

Nachteile

  • Einmalige Investition von 1.800 bis 4.500 Euro
  • Laufende Kosten für Tool, Hosting und Wartung
  • Buchungssoftware verursacht je nach Anbieter Provisionen
  • DSGVO und Impressum erfordern etwas Sorgfalt

Ein praktischer Punkt aus der DACH-Region: Wenn Sie SMS-Erinnerungen nutzen, was No-Shows stark senkt, achten Sie auf die Kosten pro SMS (bei Salonkee etwa 0,09 Euro). Bei vielen Terminen summiert sich das. Treatwell hat den SMS-Reminder seit Juni 2024 ganz gestrichen, ein Punkt, der bei der Toolwahl gerne übersehen wird.

Google Unternehmensprofil: Wichtiger als die Website selbst

Für einen lokalen Friseur ist das Google Unternehmensprofil oft wichtiger als die eigene Website, und es kostet in der Einrichtung nichts. Wer in Hamburg nach Friseur in der Nähe sucht, sieht zuerst die lokale Karte mit den drei Top-Eintraegen, nicht zehn Websites. Dort sichtbar zu sein, bringt mehr neue Kunden als die schönste Homepage.

Bei lokalen Suchanfragen zieht Google seine Empfehlungen vor allem aus dem Unternehmensprofil: Kategorie, Leistungen, Oeffnungszeiten, Bewertungen und Erreichbarkeit entscheiden. Statt nur Friseur einzutragen, sollten Sie spezifische Leistungen wie Damenhaarschnitt, Balayage oder Brautfrisur einzeln auffuehren. Und Sie können einen Buchungslink direkt ins Profil setzen, was die Conversion deutlich steigert.

Mein Tipp für kleine Salons mit knappem Budget: Optimieren Sie zuerst Ihr Google Unternehmensprofil und sammeln Sie aktiv Bewertungen. Das kostet nur Zeit. Die eigene Website ist der nächste Schritt, nicht der erste. Über 80 Prozent der lokalen Suchen fuehren laut Studien zu einem Kontakt oder Kauf.

Die Website und das Profil arbeiten zusammen: Das Profil bringt Sichtbarkeit, die Website baut Vertrauen auf und bindet Stammkunden über Ihre eigene Marke. Beides zusammen ist die Kombination, die funktioniert. Wenn Sie wissen wollen, wie ich solche Projekte angehe, schauen Sie sich die Beispiele auf der Seite Webseiten erstellen lassen an, oder lesen Sie weiter im Blog.

So setzen Sie Ihr Budget sinnvoll ein

Wenn ich das Budget eines durchschnittlichen Salons aufteilen müsste, wuerde es so aussehen: Profil und Bewertungen zuerst (kostenlos), dann eine saubere Onepage- oder kleine mehrseitige Website mit Buchungslink (1.800 bis 2.800 Euro), und ein Buchungstool mit fairer Monatsgebuehr ohne Provisionsfalle. Den eingebetteten Echtzeitkalender und die Mehrsprachigkeit heben Sie sich für Phase zwei auf, wenn der Salon läuft.

Reihenfolge fuer ein knappes Budget

  • Google Unternehmensprofil vollständig ausfuellen und Bewertungen sammeln
  • Buchungstool auswählen und Provisionen genau durchrechnen
  • Onepage-Website mit Galerie, Preisen und Buchungslink bauen lassen
  • Impressum und DSGVO sauber aufsetzen
  • Später erweitern: eingebetteter Kalender, zweite Sprache, Blog

Unterm Strich: Rechnen Sie für den Start mit 2.000 bis 3.000 Euro einmalig plus 50 bis 130 Euro im Monat für Tool, Hosting und Wartung zusammen. Das ist eine ehrliche Hausnummer für einen kleinen bis mittleren Salon in Deutschland. Wer mehr will, zahlt mehr, aber niemand muss bei 8.000 Euro Agenturangeboten einsteigen, um online gut dazustehen.

Wenn Sie eine konkrete Einschätzung für Ihren Salon wollen, schreiben Sie mir kurz, was Sie brauchen, über das Formular unten auf der Seite. Ich schaue mir Ihre Ausgangslage an und nenne Ihnen einen realistischen Preis, ohne Verkaufsdruck.