Was kostet ein Website-Relaunch? Preise und wann sich ein Redesign lohnt
Website Relaunch Kosten liegen je nach Umfang zwischen 2.000 und 30.000 EUR. Kleine Unternehmensseiten starten ab 3.000 EUR, komplexe Shops oder Portale kosten schnell 10.000 EUR aufwärts. Ein Redesign lohnt sich, wenn Conversion-Rate, Ladezeit oder Technik das Wachstum bremsen.
Irgendwann kommt die Frage bei fast jedem meiner Kunden: "Brauchen wir einen Relaunch, und was kostet das?" Die ehrliche Antwort lautet: Es kommt darauf an - aber nicht auf beliebig viele Faktoren. Es gibt eine handvoll Stellschrauben, die den Preis wirklich treiben, und klare Signale, die zeigen, ob ein Redesign sich rechnet oder ob Sie das Geld besser woanders investieren.
Nach 13 Jahren und über 120 Projekten in Deutschland und Polen kann ich Ihnen zumindest eine belastbare Orientierung geben: realistische Preisrahmen, die häufigsten Kostenfallen und die Frage, wann ein Relaunch wirtschaftlich sinnvoll ist - und wann nicht.
Was ein Website-Relaunch kostet: Preisrahmen 2025/2026
Die Spanne für Website Relaunch Kosten in Deutschland ist groß. Kleinstprojekte starten bei etwa 1.500 EUR, professionelle Lösungen für wachsende Unternehmen beginnen seriös bei 5.000 EUR, und komplexe Portale mit Shop-Anbindung, Datenmigration und umfangreichem SEO-Aufwand können 25.000 bis 30.000 EUR erreichen.
Diese Zahlen gelten für Projekte mit einer deutschen Agentur oder einem erfahrenen Freelancer. Günstigere Angebote aus Outsourcing-Märkten sind möglich, bringen aber oft versteckte Nachkosten für Korrekturen, fehlende DSGVO-Konformität oder mangelnde SEO-Sorgfalt.
Redesign vs. Relaunch: Was ist der Unterschied?
Diese Unterscheidung lohnt sich, weil sie direkt den Preis beeinflusst. Bei einem reinen Redesign ändert sich nur die visuelle Ebene: neues CSS, neues Theme, neue Bilder - aber die URL-Struktur, das CMS und die Content-Architektur bleiben unverändert. Ein Relaunch ist umfassender: neues CMS oder neue CMS-Version, neue URL-Architektur, vollständige Content-Migration, technische Neustrukturierung.
Redesign vs. Relaunch im Vergleich
| Kriterium | Redesign | Relaunch |
|---|---|---|
| URL-Struktur | bleibt unverändert | wird neu geplant |
| CMS/Technik | gleich | neu oder aktualisiert |
| Content-Migration | nicht nötig | vollständig |
| SEO-Risiko | gering | mittel bis hoch |
| Kosten (relativ) | 30-50% günstiger | Vollbudget |
| Dauer | 2-5 Wochen | 6-16 Wochen |
Für viele kleine Unternehmen reicht ein Redesign aus, solange das CMS noch aktuell gewartet wird und die URL-Struktur logisch ist. Den Unterschied zu kennen spart bares Geld.
Die wichtigsten Kostenfaktoren im Detail
Der Preis hängt im Wesentlichen von vier Faktoren ab:
Umfang und Seitenanzahl. Eine 10-seitige Visitenkarten-Website kostet deutlich weniger als ein Portal mit 100 Unterseiten, individuellen Seitentypen und mehrsprachigem Content. Jede zusätzliche Seite bedeutet Design-Abstimmung, Entwicklung und Content-Arbeit.
Individuelles Design oder Template. Ein fertiggebautes Premium-Theme (z.B. Blocksy, Divi) kostet 40 bis 200 EUR und kann als Basis dienen. Ein vollständig individuelles Design, das 1:1 aus einem Figma-Entwurf entwickelt wird, beginnt bei 2.000 bis 4.000 EUR allein für das Frontend.
SEO-Migration. Das ist der am häufigsten unterschätzte Kostenpunkt. Wer Rankings hat, die er behalten möchte, braucht vor dem Relaunch ein vollständiges URL-Mapping, eine Crawl-Analyse und nach dem Launch lückenlose 301-Weiterleitungen. Das kostet Zeit und damit Geld - in der Regel 15 bis 25 Prozent des Gesamtbudgets.
Datenmigration und Integrationen. Newsletter-Systeme, CRM, Buchungs-Tools, Zahlungsanbieter - jede Integration bedeutet Entwicklungsaufwand. Bei Shops kommen Produktmigration, Varianten, Kategorien und steuerliche Konfiguration hinzu.
Bei einem Kundenprojekt aus Hamburg - ein mittelgroßer Handwerksbetrieb mit 40 Unterseiten - haben wir durch eine gründliche Content-Analyse vor dem Relaunch festgestellt, dass 60 Prozent der Seiten seit Jahren keinen Traffic brachten. Wir haben den Scope auf 18 relevante Seiten reduziert und damit das Budget um fast ein Drittel gesenkt.
Wann sich ein Redesign wirtschaftlich lohnt
Nicht jede alte Website braucht sofort einen teuren Relaunch. Es gibt aber konkrete Messwerte, bei denen ein Redesign aufhört, ein "Nice-to-have" zu sein, und zum wirtschaftlichen Eingriff wird.
Ladezeit über 4 Sekunden (Mobile). Google wertet Ladezeiten direkt in die Core Web Vitals ein. Wer im "Poor"-Bereich liegt, verliert Rankings, und schlechte Rankings kosten Umsatz. Das lässt sich beziffern: Wenn Ihre Seite 500 organische Besucher pro Monat verliert und jeder dritte davon zu einem Auftrag von 100 EUR geführt hätte, kostet jeder Monat Warten echtes Geld.
Absprungrate dauerhaft über 70 Prozent. Wenn Besucher kommen und sofort wieder gehen, kaufen sie woanders. Die Absprungrate allein sagt nicht alles, aber kombiniert mit kurzer Verweildauer ist sie ein klares Signal für Usability-Probleme.
Conversion-Rate sinkt trotz stabilem Traffic. Das ist das stärkste Redesign-Signal. Wenn die Besucher da sind, aber nicht kaufen, buchen oder anfragen, liegt das Problem meistens an Vertrauen, Nutzerführung oder mobilem Layout.
CMS oder Theme nicht mehr gepflegt. Ein veraltetes WordPress ohne aktive Plugin-Updates ist ein Sicherheitsrisiko - und kein marginales. Laut Sicherheitsberichten entstehen über 50 Prozent der WordPress-Hacks durch veraltete Plugins. Das ist kein Design-Problem, aber es erzwingt häufig einen technischen Relaunch.
Signale, die einen Relaunch rechtfertigen
- Ladezeit auf Mobilgeräten über 4 Sekunden (Google PageSpeed unter 50)
- Theme oder CMS seit mehr als 18 Monaten nicht aktualisiert
- Keine responsiven Layouts - mehr als 60 % Ihrer Besucher kommen per Smartphone
- Absprungrate über 70 % kombiniert mit Verweildauer unter 30 Sekunden
- Conversion-Rate ist in 6 Monaten ohne Traffic-Rückgang gefallen
- Sie können Texte und Bilder nicht selbst bearbeiten
- Website entspricht nicht dem BFSG (gilt für viele Unternehmen seit 28. Juni 2025)
Das BFSG als Pflichtauslöser
Seit dem 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG). Es verpflichtet Unternehmen, die Produkte oder Dienstleistungen an Verbraucher anbieten, ihre digitalen Angebote nach WCAG 2.1 AA zugänglich zu gestalten. Ausgenommen sind Kleinstunternehmen mit unter 10 Mitarbeitenden und unter 2 Millionen EUR Jahresumsatz - aber nur, wenn Sie Dienstleistungen erbringen, nicht wenn Sie Produkte verkaufen.
Ich bin Webentwickler, kein Anwalt - für eine verbindliche rechtliche Einschätzung empfehle ich eine Rechtsberatung oder die offizielle FAQ der Bundesfachstelle Barrierefreiheit. Was ich sagen kann: WCAG 2.1 AA lässt sich in einem Relaunch gut integrieren, wenn man es von Anfang an plant. Nachträglich eingebaut kostet es deutlich mehr.
Wer einen Online-Shop betreibt und Produkte verkauft, fällt in der Regel unter das BFSG - auch als kleineres Unternehmen. Lassen Sie das vor dem nächsten Relaunch juristisch prüfen.
SEO-Migration: der teuerste Risikofaktor
Bei einem Projekt aus Poznan - ein lokaler Dienstleister mit 4 Jahren organischem Aufbau - haben wir vor dem Relaunch ein vollständiges Crawl-Protokoll erstellt und über 200 indexierte URLs identifiziert, von denen etwa 60 Rankings in den Top-30 hatten. Ohne diesen Schritt hätten wir die neuen URL-Strukturen einfach live gestellt. Das Ergebnis wäre ein Ranking-Einbruch von Wochen oder Monaten gewesen.
Die Grundregel: Jede URL, die Google kennt, braucht entweder eine 301-Weiterleitung auf die neue Entsprechung oder eine bewusste Entscheidung, sie nicht weiterzuleiten. Redirect-Ketten (A zeigt auf B zeigt auf C) kosten Crawl-Budget und LinkJuice und sollten von Anfang an vermieden werden.
Für den deutschen Markt sind Plugins wie "Redirection" (kostenlos) oder Rank Math Pro für das URL-Management gut geeignet. Yoast SEO Premium bietet eine Redirect-Verwaltung, die direkt in das Plugin integriert ist.
Vorteile
- Relaunch bietet Chance auf bessere URL-Struktur und Clean-Up
- Technische SEO-Probleme (Duplicate Content, fehlende Canonical-Tags) können behoben werden
- Neue Seitenstruktur kann Crawlability verbessern
- Core Web Vitals lassen sich durch sauberen Code signifikant verbessern
Nachteile
- Ohne URL-Mapping drohen Ranking-Verluste von Wochen bis Monaten
- Fehlerhafte Redirects können Crawl-Budget verschwenden
- Doppelter Aufwand, wenn SEO erst nach dem Launch eingeplant wird
- Zeitdruck erhöht das Fehlerrisiko bei der Migration
Was Sie beim Anbieter fragen sollten
Ein seriöser Anbieter für einen Website-Relaunch sollte vor Projektstart ein paar Dinge liefern können: ein klares Angebot mit Leistungsabgrenzung (was kostet extra?), einen konkreten Ablaufplan mit Meilensteinen und Abnahmeschritten, sowie eine Aussage zum Umgang mit SEO-Migration.
Wenn jemand ein Angebot abgibt, ohne Ihre aktuellen Google-Rankings und die bestehende URL-Struktur zu kennen, ist das ein Warnsignal. Genauso wenn das Angebot keine Angaben zu Nachkorrekturen macht - jede Agentur rechnet pauschal 2 bis 3 Korrekturschleifen ein, danach kostet jede weitere 500 bis 1.500 EUR.
Als Faustregel: Verlassen Sie sich nicht auf Festpreisangebote unter 2.000 EUR für einen vollständigen Relaunch. Darunter bekommen Sie entweder ein ungepflegtes Template, keinen DSGVO-konformen Aufbau oder keine SEO-Migration. Das spart kurzfristig, erzeugt aber mittelfristig Folgekosten.
Wenn Sie konkret wissen möchten, was ein Relaunch Ihrer Website kosten würde, schauen Sie sich gerne meine Leistungen für Webseiten an. Ich arbeite hauptsächlich mit WordPress und WooCommerce und betreue Kunden in Hamburg, Deutschland und im DACH-Raum.
Laufende Kosten nach dem Relaunch
Der Relaunch selbst ist eine Einmalinvestition - aber er ist nicht das Ende der Ausgaben. Planen Sie monatliche Wartungskosten von 100 bis 400 EUR ein, je nachdem ob Sie nur Updates und Backups wollen oder auch technisches Monitoring, Performance-Checks und kleine Content-Korrekturen.
Ohne Wartung veraltet jede WordPress-Installation innerhalb von 12 bis 18 Monaten technisch. Dann steigt das Sicherheitsrisiko, und die Core Web Vitals verschlechtern sich schleichend durch Plugin-Bloat. Ein Relaunch ohne anschließende Pflege ist wie ein Neubau ohne Heizungsinspektion.
Hosting spielt bei der Performance eine größere Rolle, als viele denken. Ein günstiger Shared-Hosting-Plan kann einen technisch einwandfreien Relaunch in Sachen Ladezeit zunichte machen. Für WordPress-Seiten empfehle ich in Deutschland managed Hosting mit PHP 8.3, HTTP/2 und täglichen Backups - das kostet zwischen 15 und 60 EUR pro Monat.
Fazit: Budget realistisch planen
Für einen professionellen Website-Relaunch in Deutschland brauchen Sie 2025/2026 ein Budget von mindestens 3.000 EUR für einfache Unternehmensseiten - und das ist die untere Grenze für eine seriöse Umsetzung mit SEO-Grundlage und DSGVO-Konformität. Shops, Portale oder Projekte mit starkem SEO-Bestand kosten mehr, nicht weil Agenturen gierig sind, sondern weil der Aufwand real ist.
Der wichtigste Schritt vor dem Budget: Analysieren Sie ehrlich, ob Ihre aktuelle Website das Geschäft aktiv bremst. Wenn die Antwort ja ist - an welchen messbaren Zahlen das liegt - dann ist ein Relaunch keine Ausgabe, sondern eine Investition mit berechenbarem Rückfluss. Wenn die Website noch funktioniert und die Zahlen stimmen, reicht manchmal ein Redesign oder ein technisches Update für einen Bruchteil des Preises.
Sie überlegen, ob ein Relaunch für Ihre Website Sinn ergibt? Auf meiner Webseiten-Seite finden Sie mehr zu meinem Ansatz - oder schreiben Sie mir direkt über die Kontaktseite.
Für eine kleine Unternehmenswebsite mit 5 bis 15 Seiten, neuem Design und WordPress-Backend können Sie realistisch mit 3.000 bis 7.000 EUR rechnen. Darin sind Konzept, Design, Entwicklung und eine einfache SEO-Grundstruktur enthalten. Deutlich darunter wird es schwierig, sobald Sie eine seriöse Agentur oder einen erfahrenen Freelancer beauftragen. Ein einfacher Relaunch mit bestehendem Content dauert typischerweise 4 bis 8 Wochen. Projekte mit umfangreicher Content-Migration, neuem Designsystem und SEO-Analyse brauchen 8 bis 16 Wochen. Eilprojekte sind möglich, kosten aber einen Aufpreis von 20 bis 40 Prozent. Ohne sorgfältige Vorbereitung ist ein Ranking-Einbruch realistisch. Die wichtigsten Schutzmaßnahmen sind ein vollständiges URL-Mapping, lückenlose 301-Weiterleitungen und eine vorherige Crawl-Analyse. Mit der richtigen SEO-Migration können Rankings stabil bleiben oder sich sogar verbessern. Planen Sie dafür 15 bis 25 Prozent des Gesamtbudgets ein. Ein Redesign (nur visuelle Ebene, gleiche Struktur) reicht, wenn das CMS aktuell ist, die URL-Architektur sinnvoll bleibt und Content-Volumen überschaubar ist. Einen Relaunch brauchen Sie, wenn das CMS veraltet oder nicht mehr gepflegt wird, wenn Sie die URL-Struktur grundlegend ändern müssen oder wenn eine vollständige Content-Migration nötig ist. Ein Redesign ist in der Regel 30 bis 50 Prozent günstiger. Das BFSG gilt seit dem 28. Juni 2025 und betrifft Unternehmen, die Produkte oder Dienstleistungen an Verbraucher anbieten. Kleinstunternehmen (unter 10 Mitarbeitende, unter 2 Mio. EUR Umsatz) sind bei Dienstleistungen ausgenommen. Als Webentwickler bin ich kein Anwalt - für eine verbindliche Einschätzung empfehle ich eine Rechtsberatung oder die FAQ der Bundesfachstelle Barrierefreiheit. Professionelle WordPress-Wartung kostet je nach Leistungsumfang zwischen 100 und 400 EUR monatlich. Darin sind Updates für Core, Plugins und Theme, tägliche Backups, Monitoring und kleinere Korrekturen enthalten. Ohne Wartungsvertrag riskieren Sie Sicherheitslücken und technische Schulden, die spätere Korrekturen teurer machen.Häufige Fragen
Was kostet ein Website-Relaunch für ein kleines Unternehmen in Deutschland?
Wie lange dauert ein Website-Relaunch?
Verliere ich durch einen Relaunch meine Google-Rankings?
Wann reicht ein Redesign aus, und wann brauche ich einen kompletten Relaunch?
Muss meine Website nach dem BFSG barrierefrei sein?
Was kostet WordPress-Wartung nach dem Relaunch?
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