Wer einen Onlineshop betreibt, weiß: Der schwierigste Moment ist nicht, einen Besucher auf die Produktseite zu bringen. Der schwierigste Moment ist, ihn von dort bis zur abgeschlossenen Bestellung zu führen. Genau diesen Weg - vom befüllten Warenkorb bis zur Bestellbestätigung - nennt man den Checkout-Prozess.

Ich begleite seit über einem Jahrzehnt kleine und mittelständische Unternehmen beim Aufbau ihrer Onlineshops, vorwiegend mit WooCommerce, hauptsächlich für den deutschen Markt. In dieser Zeit habe ich gesehen, wie gut gestaltete Checkouts Conversion Rates verdoppeln können - und wie schlecht konfigurierte Checkouts Kunden im letzten Moment verlieren. Dieser Artikel erklärt den Ablauf Schritt für Schritt und zeigt, warum jeder einzelne Schritt so gestaltet sein muss, wie er ist.

Was der Checkout eigentlich leisten muss

Der Checkout ist kein technisches Anhängsel Ihres Shops. Er ist der letzte und entscheidende Teil der Kaufreise. Ein Kunde, der bis hierhin gekommen ist, hat bereits Interesse gezeigt, eine Entscheidung getroffen und Vertrauen aufgebaut. Jetzt kommt es darauf an, dieses Vertrauen nicht zu verspielen.

Die Aufgabe des Checkouts ist dreifach: Er muss alle notwendigen Informationen sammeln, um die Bestellung ausführen zu können. Er muss dem Kunden zu jedem Zeitpunkt das Gefühl geben, die Kontrolle zu haben und sicher aufgehoben zu sein. Und er muss so wenig Reibung wie möglich erzeugen - denn jede unnötige Hürde kostet potenzielle Bestellungen.

ca. 70%Kunden, die abbrechen wenn ihre Zahlungsmethode fehlt
ca. 37%Abbrüche durch erzwungene Kontoregistrierung
3-4 Eingabeseitentypischer Standard-Checkout ohne Optimierung
1 SeiteZiel beim optimierten Ein-Seiten-Checkout

Schritt 1: Die Warenkorb-Übersicht

Alles beginnt mit dem Warenkorb. Bevor ein Kunde überhaupt mit dem eigentlichen Checkout-Prozess startet, sieht er eine Zusammenfassung dessen, was er kaufen möchte: Produkte, Mengen, Einzelpreise und die Gesamtsumme.

Dieser Schritt ist wichtiger, als er auf den ersten Blick wirkt. Der Warenkorb ist die letzte Gelegenheit, dem Kunden Sicherheit zu geben, bevor er seine persönlichen Daten eingibt. Stimmt die Zusammenfassung nicht - falsches Produkt, falsche Menge, unverständliche Positionen - springt er hier ab. Bei einem Kunden aus dem Einrichtungsbereich habe ich erlebt, dass das bloße Anzeigen eines klaren Produktbildes im Warenkorb (statt nur des Produktnamens) die Abbruchrate auf dieser Seite spürbar gesenkt hat.

Praktisch bedeutet das: Der Warenkorb muss editierbar sein. Kunden müssen Mengen anpassen und Artikel entfernen können, ohne neu beginnen zu müssen. Ein Gutscheinfeld gehört ebenfalls hierher - nicht in einen späteren Schritt, wo es den Zahlungsfluss unterbricht.

Zeigen Sie bereits im Warenkorb den Gesamtbetrag inklusive aller Kosten an, soweit diese bekannt sind. Unerwartete Kosten am Ende des Checkouts sind der häufigste Einzelgrund für Abbrüche.

Schritt 2: Gast oder Konto - die Weichenstellung

Direkt nach dem Warenkorb oder zu Beginn des eigentlichen Checkouts begegnet dem Kunden die Frage: Möchten Sie sich einloggen, ein Konto erstellen - oder als Gast einkaufen?

Diese Entscheidung ist eine der wichtigsten Konfigurationsoptionen überhaupt. Wer Neukunden zur Kontoerstellung zwingt, verliert einen erheblichen Teil davon. Der Grund ist simpel: Ein Erstkäufer möchte zuerst herausfinden, ob der Kauf reibungslos verläuft, bevor er sich dauerhaft an einen Shop bindet. Die Anforderung, zuerst ein Passwort festzulegen, fühlt sich in diesem Moment wie eine Hürde an, nicht wie eine Einladung.

Das bedeutet nicht, dass Kundenkonten keinen Wert hätten. Im Gegenteil - ein Konto ermöglicht es, Bestellhistorie einzusehen, Adressen zu speichern und Retouren einfacher abzuwickeln. Die Frage ist nur: Wann wird es angeboten?

Vorteile

  • Kauf ohne Registrierung senkt die Einstiegshürde für Neukunden
  • Höhere Conversion Rate beim ersten Besuch
  • Kunden können nach dem Kauf noch zum Konto eingeladen werden
  • Entspricht dem natürlichen Verhalten vieler Online-Käufer

Nachteile

  • Keine gespeicherten Daten für Folgebestellungen
  • Geringere Kundenbindung ohne Kontoanreiz
  • E-Mail-Remarketing etwas schwerer, wenn kein Opt-in gegeben
  • Kein direkter Zugang zur Bestellhistorie im Account-Bereich

Meine Empfehlung für die meisten WooCommerce-Shops: Gastkauf als Standard aktivieren, Kontoerstellung optional anbieten - und nach erfolgreichem Kaufabschluss darauf hinweisen, dass die eingegebenen Daten mit einem Klick als Konto gespeichert werden können. So läuft der Kauf durch, und die Möglichkeit zur Bindung bleibt erhalten.

Wenn Sie einen professionellen Onlineshop aufbauen oder optimieren möchten, ist die Konfiguration dieser Weichenstellung einer der ersten Punkte, den wir gemeinsam durchgehen.

Schritt 3: Lieferadresse eingeben

Nach der Entscheidung über Gast oder Konto folgt die Adresseingabe. Hier wird die Lieferadresse erfasst - Vorname, Nachname, Straße, Hausnummer, Postleitzahl, Ort, Land. Je nach Shop kommen Firma und Telefonnummer dazu.

Dieser Schritt klingt trivial, ist aber ein häufiger Reibungspunkt. Formulare mit zu vielen Pflichtfeldern wirken abschreckend. Ein Feld, das bei der Eingabe einer deutschen Postleitzahl nicht automatisch den Ort vorschlägt, kostet Nerven. Mobile Formulare ohne angepasste Tastatur (Ziffernblock für die PLZ, E-Mail-Tastatur für die Mailadresse) erzeugen unnötige Fehler.

In WooCommerce lässt sich genau steuern, welche Felder angezeigt werden, welche Pflichtfelder sind und in welcher Reihenfolge sie erscheinen. Für den deutschen Markt empfehle ich außerdem, das Feld "Firma" als optionales Feld sichtbar zu lassen - B2B-Kunden geben Firmennamen und Umsatzsteuer-ID gerne direkt ein, sofern das Feld angeboten wird.

Wird Rechnungsadresse und Lieferadresse getrennt abgefragt, sollte der Standard lauten: "Rechnungsadresse entspricht Lieferadresse" - vorausgefüllt als Häkchen. Nur wer eine abweichende Rechnungsadresse benötigt, muss etwas anpassen, nicht umgekehrt.

Schritt 4: Versandart auswählen

Nach der Adresseingabe folgt die Versandauswahl. Hier sieht der Kunde, welche Versandoptionen verfügbar sind, was sie kosten und wann die Bestellung voraussichtlich ankommt.

Versandoptionen im Vergleich

KriteriumStandardversandExpressversand
Lieferzeit3-5 Werktage1-2 Werktage
Kostenniedrigerhöher
Geeignet fürdie meisten Bestellungendringende Einkäufe
Kundenerwartungnormalklar kommunizieren
Verfügbarkeitfast immerje nach Anbieter und Region

Wichtig: Die Versandkosten sollten nie eine Überraschung sein. Wer erst in diesem Schritt - oder gar im letzten Schritt vor der Bestellung - erfährt, dass Versand 8 Euro kostet, fühlt sich hintergangen. Idealerweise wird der Versandkostenhinweis bereits auf der Produktseite und im Warenkorb angezeigt, zumindest als "ab X Euro Versandkosten" oder "kostenloser Versand ab Y Euro Bestellwert".

Für Shops, die ausschließlich in Deutschland verkaufen, reicht oft eine einfache Auswahl zwischen Standardversand und Express. Wer international liefert, braucht eine klarere Unterscheidung nach Zielland - WooCommerce berechnet das automatisch auf Basis der eingegebenen Lieferadresse.

Wenn Sie einen kostenlosen Versand ab einem Mindestbestellwert anbieten, zeigen Sie im Warenkorb aktiv an, wie viel dem Kunden noch zu diesem Schwellenwert fehlt. Diese kleine Information steigert den durchschnittlichen Bestellwert spürbar.

Mehr zum Aufbau eines funktionierenden Onlineshops lesen Sie in meinem Grundlagenartikel Was ist ein Onlineshop?.

Schritt 5: Zahlungsmethode wählen

Die Zahlungsauswahl ist einer der sensibelsten Schritte im gesamten Prozess. Kunden treffen hier eine Entscheidung mit unmittelbarer finanzieller Bedeutung - und suchen dabei aktiv nach Vertrauenssignalen.

Für den deutschen Markt sind die wichtigsten Zahlungsmethoden: PayPal (nach wie vor das meistgenutzte Verfahren), Kauf auf Rechnung, SEPA-Lastschrift und Kreditkarte. Ratenkauf-Optionen sind sinnvoll für Produkte im höheren Preissegment. Wer nur eine oder zwei dieser Optionen anbietet, schließt einen erheblichen Teil potenzieller Käufer aus.

Gleichzeitig gilt: Ein unübersichtliches Zahlungsformular mit zehn Optionen und unklarer Unterscheidung verwirrt mehr als es hilft. Die Zahlungsmethoden sollten übersichtlich dargestellt sein, mit klaren Logos und kurzen Erklärungen wo nötig.

Zahlungsauswahl richtig gestalten

  • Zahlungslogos gut sichtbar anzeigen (PayPal, Visa, Mastercard etc.)
  • Sicherheitshinweise in der Nähe des Zahlungsformulars platzieren
  • SSL-Zertifikat aktiv und sichtbar (HTTPS, Schloss-Icon im Browser)
  • Keine unnötigen Felder bei Kreditkarteneingabe
  • Fehlermeldungen bei falschen Kartendaten klar und hilfreich formulieren
  • Standard-Zahlungsmethode vorauswählen (häufigste Option der Zielgruppe)
  • Mobile Tastatur bei Kartennummer-Feldern auf Ziffernblock umstellen

In WooCommerce werden Zahlungsmethoden als Plugins eingebunden. Jeder Anbieter - von Stripe über Klarna bis zu deutschen Anbietern wie Mollie oder Unzer - stellt eigene Extensions bereit. Die Konfiguration der Reihenfolge und Sichtbarkeit liegt beim Shopbetreiber. Wer mehr über WooCommerce als Plattform erfahren möchte, findet eine ausführliche Einführung in meinem Artikel Was ist WooCommerce?.

Schritt 6: Bestellung prüfen und abschicken

Vor dem finalen Abschluss sieht der Kunde eine letzte Zusammenfassung: bestellte Produkte, Lieferadresse, Versandart, Zahlungsmethode und Gesamtbetrag inklusive aller Kosten. Hier bestätigt er die Bestellung - in der Regel mit einem klar beschrifteten Button wie "Jetzt kaufen" oder "Kostenpflichtig bestellen".

Die Formulierung dieses Buttons ist rechtlich relevant und gleichzeitig ein Usability-Thema. Der Text muss klar signalisieren, dass es sich um einen kostenpflichtigen Kauf handelt. Unklare Beschriftungen wie "Weiter" oder "Bestätigen" erfüllen diese Anforderung nicht.

An dieser Stelle müssen Kunden auch den Allgemeinen Geschäftsbedingungen und der Datenschutzerklärung zustimmen - je nach Konfiguration durch eine aktive Checkbox oder durch den Hinweis, dass mit dem Kauf die AGB akzeptiert werden. Für den deutschen Markt ist hier besondere Sorgfalt geboten; die genaue Gestaltung sollte mit einem Rechtsberater abgestimmt sein.

Der finale Kaufbutton sollte optisch aus der Seite herausstechen - klare Farbe, ausreichend Größe, unmissverständlicher Text. Kunden, die bis hierhin gekommen sind, sollten den Button sofort finden, ohne scrollen zu müssen.

Schritt 7: Bestellbestätigung - der unterschätzte Abschluss

Nach dem Klick auf "Kaufen" landet der Kunde auf der Danke-Seite. Viele Shopbetreiber behandeln diesen Schritt als bloße Formalität. Das ist ein Fehler.

Die Bestellbestätigung - sowohl die Seite im Browser als auch die E-Mail, die wenige Sekunden später eintrifft - ist der Moment, in dem sich der Kunde fragt: "Hat das funktioniert? Was passiert jetzt?" Eine gute Bestätigungsseite beantwortet diese Fragen sofort und vollständig.

Sie enthält: die Bestellnummer als eindeutige Referenz, eine Zusammenfassung der Bestellung, die Lieferadresse, die Zahlungsmethode, den voraussichtlichen Lieferzeitraum und einen Hinweis, was als nächstes passiert ("Sie erhalten in Kürze eine Versandbestätigung"). Optional kann hier auch die Einladung zur Kontoerstellung erscheinen - der Kaufdruck ist weg, der Kunde ist zufrieden, und die Bereitschaft zur Registrierung ist in diesem Moment oft höher als zuvor.

Bestellbestätigung: Basis vs. optimal

ElementMindestanforderungOptimal
Bestellnummersichtbarklickbar, mit Link zur Bestellansicht
Produktlistevorhandenmit Bild, Menge und Preis
Lieferadressegenanntmit Hinweis auf Änderungsmöglichkeit falls nötig
Zahlungsmethodegenanntmit Status (ausstehend, bestätigt)
Lieferzeitraumnicht genanntkonkrete Schätzung oder Datum
Nächster Schrittnicht erklärtklar kommuniziert (Versandmail folgt)

Warum mobile Optimierung kein Bonus ist

Ein wachsender Anteil aller Onlinekäufe wird über Smartphones abgewickelt. Das bedeutet: Jeder der oben beschriebenen Schritte muss auf einem 6-Zoll-Bildschirm mit Daumen-Bedienung genauso gut funktionieren wie am Desktop.

Praktische Konsequenzen für den Checkout: Formularfelder müssen groß genug zum Antippen sein. Buttons dürfen nicht am unteren Rand verschwinden. Die richtige Tastatur muss automatisch erscheinen. Ladezeiten müssen kurz sein. Und der Fortschritt durch den Prozess muss auch auf kleinem Bildschirm jederzeit erkennbar sein.

Diese Anforderungen klingen nach Selbstverständlichkeit, aber in der Praxis sehe ich bei Audits regelmäßig Shops, bei denen der Desktop-Checkout sauber funktioniert, der Mobile-Checkout aber an mehreren Stellen bricht. Das sind direkte Umsatzverluste, die oft mit vergleichsweise kleinen Anpassungen zu beheben sind. Ich schaue mir das gerne im Rahmen einer Webseiten-Analyse an.

Die häufigsten Fehler - und wie man sie vermeidet

Nach vielen Shop-Audits und Neuentwicklungen habe ich eine klare Liste der häufigsten Checkout-Fehler. Nicht als abstrakte Theorie, sondern aus konkreten Projekten:

  • Versandkosten tauchen erst auf der Zahlungsseite auf, nicht schon im Warenkorb
  • Formulare fragen nach mehr Daten als für die Bestellung nötig sind
  • Kein Gastkauf aktiviert, obwohl das Shop-Konzept Erstkäufer ansprechen soll
  • Keine klaren Sicherheitssignale in der Nähe der Zahlungseingabe
  • Keine Fortschrittsanzeige bei mehrseitigem Checkout
  • Der Kaufbutton ist schlecht sichtbar oder hat einen unklaren Text
  • Die Bestätigungs-E-Mail enthält keine vollständige Bestellübersicht

Jeder dieser Punkte lässt sich in WooCommerce beheben - entweder durch Konfiguration, über ein Plugin oder mit kleinen Code-Anpassungen. Wenn Sie unsicher sind, wo Ihr Checkout Schwächen hat, ist ein gezielter Blick auf die Abbruchstatistiken in Google Analytics oft der erste aufschlussreiche Schritt. Wer dabei Unterstützung sucht, kann sich gerne über meine Kontaktseite melden.

Checkout-Checkliste vor dem Go-Live

  • Gastkauf aktiviert oder bewusste Entscheidung dagegen getroffen
  • Alle Versandkosten bereits im Warenkorb sichtbar
  • Mindestens 3 Zahlungsmethoden für DE-Markt aktiv
  • Kaufbutton klar beschriftet ("Jetzt kaufen" / "Kostenpflichtig bestellen")
  • Bestellbestätigung per E-Mail vollständig konfiguriert
  • Checkout auf Mobilgerät vollständig getestet
  • Fortschrittsanzeige vorhanden (bei mehrseitigem Checkout)
  • SSL aktiv, HTTPS auf der gesamten Checkout-Strecke

Der Checkout-Prozess ist keine einmalige Aufgabe. Er verdient regelmäßige Aufmerksamkeit - neue Zahlungsmethoden kommen hinzu, Kundenverhalten ändert sich, und technische Neuerungen bieten immer wieder Möglichkeiten zur Vereinfachung. Wer seinen Checkout als laufendes Projekt versteht, statt als einmalig konfiguriertes System, hat einen klaren Vorteil. Mehr darüber, wie ich Onlineshops aufbaue und betreue, erfahren Sie auf meiner Leistungsseite.

Häufige Fragen

Was versteht man unter dem Checkout-Prozess?

Als Checkout bezeichnet man den gesamten Ablauf, den ein Kunde im Onlineshop durchläuft, nachdem er Produkte in den Warenkorb gelegt hat - von der Warenkorb-Übersicht bis zur abschließenden Bestellbestätigung. Der Prozess umfasst typischerweise die Eingabe von Lieferadresse, die Auswahl der Versandart und Zahlungsmethode sowie die finale Bestellprüfung. Er ist der kaufentscheidende Moment im gesamten Shopping-Erlebnis.

Wie viele Schritte sollte ein guter Checkout haben?

Es gibt keine universell richtige Zahl, aber die Faustregel lautet: so wenig wie möglich, so viele wie nötig. Viele erfolgreiche Shops arbeiten mit einem Ein-Seiten-Checkout, der alle Felder auf einer einzigen Seite bündelt. Mehrseitige Checkouts können sinnvoll sein, wenn sie den Fortschritt klar anzeigen und dem Kunden das Gefühl geben, voranzukommen. Entscheidend ist nicht die Seitenzahl, sondern die Anzahl der tatsächlich nötigen Eingaben.

Warum brechen so viele Kunden den Checkout ab?

Die häufigsten Gründe sind unerwartete Kosten (Versand, Steuern), die erst am Ende sichtbar werden, sowie die Pflicht zur Kontoregistrierung. Weitere Ursachen sind zu viele Pflichtfelder, fehlende Zahlungsmethoden und mangelndes Vertrauen in die Sicherheit des Shops. Eine durchdachte Checkout-Gestaltung kann diese Hürden gezielt abbauen.

Sollte ich Gastkauf oder Pflichtregistrierung aktivieren?

In den meisten Fällen empfehle ich den Gastkauf als Standard - besonders für Neukunden. Die Pflichtregistrierung kostet messbar Conversions, vor allem bei Erstkäufern. Eine sinnvolle Mitte ist das optionale Anbieten eines Kontos nach dem erfolgreichen Kaufabschluss: Der Kauf läuft durch, und danach wird der Kunde gefragt, ob er seine Daten für zukünftige Bestellungen speichern möchte.

Welche Zahlungsmethoden sind für deutsche Onlineshops wichtig?

Im deutschen Markt sind PayPal, Kauf auf Rechnung und SEPA-Lastschrift die meistgenutzten Methoden. Kreditkarte ist wichtig für internationale Kunden. Für höherpreisige Produkte lohnt sich außerdem Ratenzahlung - entsprechende Anbieter lassen sich in WooCommerce als Plugin integrieren. Welche Methoden konkret sinnvoll sind, hängt von Ihrer Zielgruppe und dem durchschnittlichen Bestellwert ab.

Was muss in der Bestellbestätigung stehen?

Die Bestellbestätigung - sowohl auf der Danke-Seite als auch per E-Mail - sollte mindestens die Bestellnummer, die bestellten Produkte mit Menge und Preis, die Lieferadresse, die gewählte Zahlungsmethode und den voraussichtlichen Lieferzeitraum enthalten. Ein klarer Hinweis, was als nächstes passiert (Versandbestätigung folgt), nimmt dem Kunden die Unsicherheit nach dem Kauf.

Kann ich den WooCommerce-Checkout selbst anpassen?

Ja. WooCommerce bietet im Standard bereits viele Konfigurationsmöglichkeiten: Gastbestellung aktivieren, Felder hinzufügen oder entfernen, Reihenfolge der Schritte anpassen. Für weitergehende Änderungen gibt es Plugins sowie die Möglichkeit, über Child-Themes und eigene Code-Snippets einzugreifen. Als Entwickler unterstütze ich Sie dabei, einen Checkout zu konfigurieren, der zu Ihrer Zielgruppe passt.